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Sonderveröffentlichung
Es war eine Zeit des Umbruchs, aus der vor 50 Jahren die Gemeinde Lautertal geboren wurde. Mit der hessischen Gebietsreform veränderte sich die kommunale Landkarte des Landes Hessens nachhaltig. Das Bundesland war zuvor ein Flickenteppich aus 2642 Gemeinden, 39 Landkreisen und neun kreisfreien Städten. Jede dieser Körperschaften hatte eine eigene Verwaltung. Diese kleinen Einheiten waren mit der Vielzahl an immer komplexeren Aufgaben, die das fortschreitende 20. Jahrhundert bereithielt, zunehmend überfordert. Mit der Gebietsreform wollte das Land Hessen größere, leistungsfähigere Verwaltungen schaffen.      
2022-06-09
Mit der offiziellen Gründung der Gemeinde Lautertal am 1. Januar 1972 endete zwar ein langer Weg. Jener, der zum heutigen Bild der Kommune führen sollte, begann aber erst. Schon die ersten Monate des jungen Lautertals waren von Wirrungen geprägt. Im März stand die Kommunalwahl an. Bis dahin hätte eigentlich Karl Germann als Bürgermeister des größten Dorfs Reichenbach die neue, gemeinsame Verwaltung führen sollen. Die Vertreter der anderen Gemeinden, die Teil der neuen Großgemeinde geworden waren, wollten Germann aber nicht akzeptieren. Letztlich musste das Kreis Bergstraße Amtmann Kurt Radtke entsenden, damit dieser die Verwaltung übergangsweise führte. Erst nach der Kommunalwahl durfte Germann auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nehmen. Allerdings nur für ein paar Monate: Da Knoden, Breitenwiesen und Schannenbach erst am 1. August 1972 zur Großgemeinde stießen, musste im Herbst wieder gewählt werden. Die SPD lag dieses Mal vor Germann und seinen Freien Wählern. Im Dezember wählten die Gemeindevertreter den Sozialdemokraten Josef Weitzel zum Bürgermeister. Er blieb bis 1985 Verwaltungschef, nach einer Pause wurde er es wieder von 1991 bis 1995.     
2022-06-09
Als Vorsitzender der Gemeindevertretung prägt Helmut Adam (CDU) die Lautertaler Kommunalpolitik entscheidend mit. Zuvor war er Erster Beigeordneter und musste nach dem Rücktritt von Bürgermeister Jürgen Kaltwasser zeitweise als Ehrenamtler die Aufgaben des Verwaltungschefs übernehmen. Im Interview spricht Adam über die größten Herausforderungen für die Lautertaler Gemeindepolitik – und über das Engagement in einer Kommune, die schon so manche Krise bewältigen musste. Herr Adam, Sie begleiten die Lautertaler Gemeindepolitik nun schon eine ganze Weile. Was hat sich in dieser Zeit am meisten verändert? Helmut Adam: Ein großer Einschnitt war, dass ab 1995 der Bürgermeister direkt gewählt wurde. Eine weitere Zäsur war die Einführung der doppelten Buchführung in den kommunalen Haushalten. Im Nachhinein betrachte ich es als Fehler, dass damals nicht mehr geändert wurde. Man hätte zu jener Zeit schon eine Art zweite Gebietsreform durchführen müssen. Auch das Online-Zugangsgesetz, das vorschreibt, dass Verwaltungen ihre Leistungen auch auf Internetportalen anbieten müssen, halte ich nur für einen scheinbaren Gewinn in einer kleinen Verwaltung. Die Doppik und das Online-Zugangsgesetz sind nur für Städte oder große Verwaltungen sinnvoll, nur dort lassen sich damit Abläufe beschleunigen und Personal einsparen. Eine gute Sache war hingegen die Eröffnung des Felsenmeer-Informationszentrums im Jahr 2007. Das war etwas, das über den normalen politischen Alltag hinausgegangen ist. Es hat gezeigt, dass doch mehr machbar ist als das „Alltägliche“.     
2022-06-09
Von der 50-jährigen Geschichte der Gemeinde Lautertal hat Bürgermeister Andreas Heun die Kommune bisher nur ein kurzes Stück des Weges begleitet. Seit 2017 ist der Verwaltungschef im Amt, kürzer war bisher nur die Amtszeit von Karl Germann gleich nach der Gebietsreform. Der letzte Reichenbacher Bürgermeister war zwar zunächst von der neuen Gemeindevertretung zum Nachfolger des Staatskommissars Kurt Radtke gewählt worden. Als aber noch 1972 weitere Ortsteile an Lautertal angeschlossen wurde, war eine neue Wahl fällig. Da jetzt die SPD mit der Bürgervereinigung Lautertal eine Mehrheit zusammenbrachte, musste der Freie-Wähler-Mann Germann seinen Hut nehmen und dem Sozialdemokraten Josef Weitzel Platz machen. Bis auf ein kurzes Intermezzo von Gottfried Beyß (CDU) in den 80er Jahren prägte Weitzel die Geschicke der Gemeinde bis 1995, als er nicht ganz freiwillig abtrat und Jürgen Kaltwasser (SPD) ihm nachfolgte. Der wiederum wurde in Folge der Finanzkrise 2017 zum Rücktritt gezwungen.     
2022-06-09
Die Lautertaler Biografie war gerade fünf Jahre jung, als Heidi Adam auf die Bühne kam. Seit 1977 ist sie kommunalpolitisch aktiv und hat in unterschiedlichen Funktionen die Entwicklung der Gemeinde und ihren zwölf Ortsteilen in der ersten Reihe verfolgt und mitgestaltet. Und sie weiß, dass dabei nicht alles ideal und glücklich gelaufen ist. Dennoch wirft sie 50 Jahre nach der Gebietsreform einen zuversichtlichen Blick nach vorn. Allerdings nicht ohne einen Aufruf zu noch mehr Zusammenhalt und Identifikation mit der Gemeinde – und vor allem zu mehr Weitsicht, um die Weichen für die Zukunft früher und besser stellen zu können. Dies sei in der Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen, so die engagierte Frau, die 2001 zur Vorsitzenden der Gemeindevertretung gewählt wurde. Und zwar als direkte Nachfolgerin des späteren Landrats Matthias Wilkes, mit dem sie 1993 einen kurzzeitigen Regierungswechsel eingeläutet hatte.     
2022-06-09
Als die Gemeinde Lautertal entstand, gab es schon zwei Jahre lang die „Mittelpunktschule“ (MPS) Gadernheim. Genau wie die kleinen Ortschaften zu einer Großgemeinde zusammengelegt wurden, sollte die neue-Schule viele kleinere Standorte ersetzen und die Kinder an einem Ort bündeln. Über die Jahre wuchs die Schule immer weiter und hatte in ihren Hochphasen über 700 Schüler. Der Rückgang der Geburtenzahlen, der allgemeine Trend zum Besuch des Gymnasiums und das in der Gesellschaft immer weiter sinkende Ansehen der Hauptschule ließen die Schülerzahlen sinken, und schließlich stand der Sekundarstufenzweig der MPS vor dem Aus. Durch Änderungen in der Konzeption, eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern und ein Besuch beim damaligen Kultusminister kam es schließlich dazu, dass die MPS in der jetzigen Form weiterbestehen konnte.      
2022-06-09
Es war Montag, der 3. November 1600, als Magister Martinus Walther als Pfarrer das erste Mal Unterricht hielt. So zu lesen in einer Chronik. Anfangs wurde in den Wohnstuben der Pfarrer und Glöckner unterrichtet. Heute kann man sich das kaum mehr vorstellen. Die Gemeinde baute 1747 das erste Schulhaus. Knapp 100 Jahre später entstanden aufgrund akuter Platznot zwei Schulsäle im neu gebauten Rathaus. 1882 kaufte die Gemeinde einen dritten Schulsaal im ehemaligen Gasthaus Beutel. Doch bereits 1902 musste in Reichenbach ein neues Schulhaus in der Knodener Straße errichtet werden. Ein Neubau kam 1955 dazu. Von den Anfängen bis heute hat sich in Sachen Schule enorm viel in der Gemeinde getan.      
2022-06-09
Klein, aber fein ist sie, die Grundschule in Elmshausen. Sie wird von etwa 70 Kindern aus den Ortsteilen Elmshausen und Wilmshausen besucht und es herrscht eine familiäre Atmosphäre. Kinder sollen in der Grundschule das Lernen in Geborgenheit erfahren. Schaut man ins Schulprogramm, findet man dort auch ganz praktische Dinge, die die Grundschule ebenfalls ausmachen. Zum Beispiel Hinweise zur Schülerbücherei, dem Medienkonzept, Hausaufgaben und Pausen bis hin zur Schulhofgestaltung und Schulordnung. Ferner bietet die Schule individuelle Lernzugänge, eine Evaluation im Unterricht und ein entsprechendes Vertretungskonzept. Ganz essenziell sind im praktischen Unterricht das Förderkonzept für Kinder mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben sowie Maßnahmen zur Leseförderung und Lesekompetenz.      
2022-06-09
Die Bücherei der Gemeinde Lautertal ist zwar etwas kleiner als die Bibliotheken mancher Städte, dennoch kann sie – gemessen an ihrer Größe – mit ihnen mithalten. Alte und verstaubte Schmöker suchen die Besucher hier vergebens. Wer mit dem Gedanken: „Was kann eine Bibliothek einer kleinen Gemeinde schon bieten?“ die Bücherei im Rathaus in Reichenbach besucht, der kommt aus dem Staunen nicht heraus. Der Weg führt im Rathaus die Treppen – oder über den Fahrstuhl – hinauf. In der obersten Etage unter dem lichtdurchfluteten Dach sind im offenen Flur die Regale aufgestellt. Fein sauber durchnummeriert und katalogisiert und nach Themen geordnet ist hier zeitgemäße Literatur für jeden Geschmack zu entdecken. Selbst für Kinder aller Altersklassen gibt es einen Bereich, in dem sich bestimmt etwas finden lässt. Und auch für Jugendliche gibt hier Bücher, die sie interessieren werden. Gut 2000 Exemplare warten auf die Leserschaft. Mit Haushaltsmitteln aus der Gemeindekasse können jedes Jahr rund 20 weitere Bücher angeschafft werden.
2022-06-09
Seit über 40 Jahren pflegt die Gemeinde Lautertal bereits internationale Beziehungen. So bestehen Partnerschaften mit der englischen Gemeinde Radlett, dem französischen Jarnac sowie Dogliani in Italien. Nachdem die ersten Turbulenzen der Gründung zur Großgemeinde überwunden waren, schaute Lautertal über den Tellerrand hinaus und verfolgte die Idee einer internationalen Partnerschaft mit europäischen Gemeinden.
2022-06-09
Die Wiege des Odenwälder Motorsportclubs (OMC) Reichenbach war umringt von Sportanhängern. Man schrieb das Jahr 1948. Die Wunden, die der Zweite Weltkrieg bei der Bevölkerung hinterlassen hatte, waren noch nicht verheilt, eine Geldentwertung stand bevor und so stand auch der neu gegründete Club vor einer ungewissen Zukunft. In erster Linie wird Motorradfahren in der Freizeit angeboten. Es finden Halbtags- und Tagestouren statt. Der OMC ist aber auch Mitveranstalter der Nibelungenringrallye, die jährlich im Herbst stattfindet. Weithin ist die Damen-Gruppe des Vereins für Geselligkeit und gute Stimmung bekannt: von der Beteiligung an der Kerb bis hin zur Jahresabschlussfeier und dem Familienausflug.
2022-06-09
Die Landschaft und Natur im Lautertal sind den Menschen wichtig. Vier Vereine setzen sich seit vielen Jahrzehnten um den Artenschutz ein. Die älteste Gruppe ist die Vogelschutzgruppe Beedenkirchen, die im Deutschen Bund für Vogelschutz 1958 gegründet wurde und heute eine Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) ist. Der Förster Karl- Heinz Buchner erkannte den biologischen Wert des Feuchtgebietes Wiesentälchen und des anmoorigen Geländes im Atzenrod. Das Wiesentälchen mit seinen Wasserbereichen und feuchten Wiesen wurde 1996 zum Naturschutzgebiet. Die Teichanlage wurde 1968 gebaut und ist eine Kinderstube für viele Amphibien. In den feuchten Wiesen wurden in vergangenen Jahren auch Orchideen gesichtet.     
2022-06-09
REICHENBACH Reichenbach ist als größter Lautertaler Ortsteil der Mittelpunkt der Großgemeinde und Sitz der Verwaltung. Das Dorf feierte 2012 sein 1000-jähriges Bestehen. 1012 soll eine dorfähnliche Ansiedlung an der Lauter bestanden haben. Vor fast 2000 Jahren waren bereits die Römer dort und ließen jede Menge bearbeitete Steine im Felsbergwald zurück. Das Felsenmeer mit seinem Informationszentrum ist heute eine der bedeutendsten Touristenattraktionen in der Region. Die neuzeitliche Steinverarbeitung war wie in den anderen Lautertaler Ortsteilen lange Jahre Hauptarbeitgeber in Reichenbach, ist aber in den vergangenen Jahren stark rückläufig. Zahlreiche Handwerksund Gewerbebetriebe bieten Arbeitsplätze vor Ort.     
2022-06-09
GADERNHEIM – RAIDELBACH Der zweitgrößte Ortsteil Lautertals ist mit 1451 Einwohnern Gadernheim. Nicht erst seit dem Jahr 2011 ist es ein „Dolles Dorf“. Als Finalist belegte das Team aus dem Odenwald den zweiten Platz bei dem beliebten Wettbewerb des Hessischen Fernsehens. Das alles überragende Wahrzeichen Gadernheims ist der Kaiserturm in 605 Metern auf der Neunkircher Höhe. Ebenfalls ein sehenswertes Gebäude ist das 1619 fertiggestellte Rathaus in der Ortsmitte. Eine Besonderheit ist die Kirche von 1913. Das im Heimatstil von Architekt Heinrich Metzendorf geplante Gebäude wurde überwiegend aus Gadernheimer Granit erbaut.     
2022-06-09
BEEDENKIRCHEN – WURZELBACH – STAFFEL – SCHMAL-BEERBACH „Wenn alle reingehen, gehen sie nicht alle rein, wenn nicht alle reingehen, gehen sie alle rein“, mit dieser Redensart ist die Größe der kleinen Kirche von Beedenkirchen aus dem Jahr 1669 gut beschrieben. Vor allem an Weihnachten und zur Stuwwemussig kann der erste Teil der Beschreibung eintreten. In dem Beedenkircher Kleinod ist die Draymann-Orgel von 1854 zu hören. Einst prägte Landwirtschaft das über 1000 Jahre alte Dorf. Beedenkirchen ist ein idealer Ausgangpunkt für Wanderungen zum Felsenmeer oder zur Kuralpe. Heute bieten verschiedene Gewerbebetriebe unterschiedlichste Arbeitsplätze nicht nur für die 625 Einwohner.    
2022-06-09
LAUTERN Der Ortsteil Lautern ist nach der durchfließenden Lauter benannt. Dieses ursprünglich rein landwirtschaftlich geprägte Dorf war 144 Jahre lang Standort chemischer Industriebetriebe, wie der Blaufabrik. Diese füllten die Gemeindekasse Lauterns, die das kleine Dorf bei der Eingemeindung in die Großgemeinde einbrachte. 1996 verließ der Chemiebetrieb Lautertal. Auf dessen Gelände haben sich inzwischen verschiedene Betriebe und Supermärkte angesiedelt.     
2022-06-09
ELMSHAUSEN Von den einst zehn Bauernhöfen der rein bäuerlichen Siedlung „Elmshausen“ sind heute fast keine mehr übrig geblieben.     
2022-06-09
KNODEN – BREITENWIESEN – SCHANNENBACH „Hütet Euch vor Knoden“ steht nicht nur am Ortseingang des zusammen mit Breitenwiesen 90 Bürger zählenden Ortsteils. Ein ganzes Buch befasst sich mit der „Kneeremer Kunschd“ (Knodener Kunst), einer Zauberkunst, die auf das Ende des Dreißigjährigen Kriegs zurückgehen soll. Sogar französische Soldaten soll dieses Bannen und Behexen im Krieg 1870 das Fürchten gelehrt haben. Heute wirkt der im Jahr 1000 gegründete hochgelegene Ort (493 Meter) recht friedlich, der zusammen mit Breitenwiesen bis zur Eingliederung nach Lautertal 1972 eine selbstständige Gemeinde war. Auf Breitenwiesen, das in einer kleinen Senke südlich der K 55 liegt, machen Schilder mit Hinweisen auf Ferien auf dem Bauernhof oder Reitangebote aufmerksam. Noch heute ist Breitenwiesen stark landwirtschaftlich geprägt.
2022-06-09
Sieben Freiwillige Feuerwehren in der Gemeinde Lautertal sind nicht nur ein wichtiger Faktor hinsichtlich des Brand- und Katastrophenschutzes, sondern leisten auch mit ihren Einsatzabteilungen, den Alters- und Ehrenabteilungen, den Jugend- und Kinderfeuerwehren sowie den Feuerwehrvereinen einen wichtigen Beitrag zum sozialen Leben in der Kommune. Die sieben Feuerwehrvereine unterstützen in vielfältiger Weise die Einsatzabteilungen und entlasten so die Gemeinde Lautertal bei ihren gesetzlichen Aufgaben, nämlich der Sicherstellung des Brandschutzes. Dabei werden jährlich mehrere zehntausend Euro von den Vereinen eingebracht. Die Gerätehäuser werden von den Feuerwehrleuten meist in Eigenhilfe instandgehalten.
2022-06-09
Nicht erst seit der Gründung der Lautertaler Ortsvereinigung am 15. Mai 1981 gibt es in Lautertal Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes. Zunächst hatten sowohl die Ortsvereinigung von Bensheim als auch die von Heppenheim-Hambach die Lautertaler Mitglieder betreut. Blutspendentermine und Haussammlungen oder auch Erste-Hilfe-Einsätze wurden vor 1981 auf Sportplätzen oder anderen Veranstaltungsorten organisiert. Bei der Gründungsversammlung in Reichenbachs Gasthaus Zur Traube übernahm Pfarrer Dieter Hörnle die Aufgabe des Vorsitzenden. Rektor Georg Rossmann wurde als Stellvertreter gewählt. Die Schriftführung übernahm Herbert Uhrig, während Alfred Gutsche sich um die Kasse kümmerte. Beisitzer wurden Karl Schattenfroh, Karl-Heinz Stelz, Elisabeth Gutsche und Fritz Hechler.
2022-06-09
Nicht immer wird die Lautertaler DRK-Bereitschaft zu so aufwendigen Einsätze wie 2018 beim Brand im Sägewerk Monnheimer in Gras-Ellenbach gerufen. Dort waren die Helfer über fünf Stunden lang im Einsatz. Weitere zeitaufwendige und personalintensive Einsätze der Bereitschaft verlangen Veranstaltung wie Felsenmeer in Flammen oder regelmäßige Dienste bei der Bürgermeisterfastnacht in der Lautertalhalle wie auch die Unterstützung der Ortsvereinigungen in Lorsch und Heppenheim bei Fastnachtsumzügen. Ferner waren die Lautertaler DRK-Aktiven an den mobilen Corona-Testteams des Kreises beteiligt.     
2022-06-09
Wie die Jahreszahl im Vereinsnamen verrät, ist der TSV 1894 Gadernheim schon wesentlich älter als die im Jahr 1972 gegründete Gemeinde Lautertal. Aktuell gehören 532 Mitglieder dem Verein an, der das Wahrzeichen Gadernheims, den Kaiserturm, in seinem Wappen trägt. Ein Drittel der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. In den 70er Jahren hatte der TSV rund 400 Mitglieder. Im Jahr des 100-jährigen Bestehens im Jahr 1994 konnte er mit über 700 Mitgliedern die höchste Zahl verzeichnen.     
2022-06-09
Der TSV 1894 Elmshausen ist seit vielen Jahren eine besondere familiäre Gemeinschaft im Dorfgeschehen. Aktuell sind 275 Mitglieder in den beiden Abteilungen Fußball und Wandern organisiert. Die Mitgliederzahlen blieben dabei in den vergangenen 50 Jahren immer stabil. In der Zeit seit Gründung der Gemeinde Lautertal hat der TSV 1994 sein 100-jähriges und im Jahr 2019 sein 125-jähriges Jubiläum groß gefeiert. Mit Hilfe seiner Mitglieder konnte der Sportverein seit Ende der 70er Jahre verschiedene Infrastrukturmaßnahmen umsetzen. An vorderster Stelle ist hierbei der Bau des Vereinsheims am Mühlbergweg in den Jahren von 1977 bis 1980 zu nennen. Außer dem Bau des Sportplatzes im Jahr 1951 war dies die größte Aktion der Mitglieder in der Vereinsgeschichte.
2022-06-09
Der TSV Reichenbach ist der größte Breitensportverein in der Gemeinde Lautertal und versteht sich seit vielen Jahren als ein Verein für die ganze Familie, alle Altersklassen und mit Sportangeboten für jeden Geschmack. Angefangen bei der Eltern-Kind-Gruppe bis hin zum seniorengerechten Reha-Sport begleitet der Verein so seine Mitglieder ein Leben lang. Auch zukünftig will die Vereinsführung auf Stabilität setzen und wünscht sich gleichzeitig einen Ausbau der Mitgliederzahlen. In den Jahren seit Gründung der Gemeinde Lautertal hat sich die Mitgliederzahl bei einem Vergleich mit dem Jahr 1972 von damals 347 Mitgliedern mit heute über 800 Mitgliedern mehr als verdoppelt. In Hochzeiten konnte im Jahr 2004 sogar schon einmal das 1000 Mitglied im Verein begrüßt werden. Unter anderem durch die sportlichen Einschränkungen der vergangenen beiden Jahre waren die Zahlen etwas rückläufig, haben aber jetzt wieder Fahrt aufgenommen. Die Mitglieder sind in den zwölf Abteilungen Fußball (Senioren/Damen/Jugend/AH), Turnen, Jazz und Aerobic, Gymnastik, Reha, Herzsport, Karate, Tischtennis, Triathlon und in einer Skiabteilung organisiert.     
2022-06-09
Der Tennis-Club Lautertal ist nicht nur der einzige Tennisverein im Lautertal, sondern auch einer der wenigen Sportvereine, die den Namen ihrer Gemeinde im Vereinsnamen tragen. Denn der Verein wurde im Jahr 1986 gegründet, also Jahre nach Gründung der Gemeinde Lautertal. Und zwar zu einer Zeit, als ein von Boris Becker und Steffi Graf ausgelöster Tennis-Boom durch die Bundesrepublik schwappte. So ist es sicher auch kein Zufall, dass das Vereinslogo des TC Lautertal den Wimbledon Championships nachempfunden ist. Aktuell hat der TC Lautertal 96 Mitglieder. Auch wenn der Tennis-Boom heute nachgelassen hat – in Hochzeiten gab es sogar eine Warteliste – wies der Verein über die Jahre weiterhin konstante Mitgliederzahlen von immer knapp unter 100 Mitgliedern auf.      
2022-06-09
Als die Gemeinde Lautertal im Jahr 1972 das Licht der Welt erblickte, gab es beim SSV Reichenbach 1910 nur eine Fußball-Abteilung – mit damals aber schon rund 250 Mitgliedern. Seit dieser Zeit hat sich aber einiges getan. Rund 400 Mitglieder sind in der Fußballabteilung sowie in der Turn- und Gymnastikabteilung aktiv. Mit Klassikern wie Kinder-, Eltern-Kind-Turnen und Damengymnastik, aber auch dem Zeitgeist entsprechenden Angeboten wie Sports-Fun, Bodystyle-Step, Qigong, Rückenfit und Stretching hat sich durch qualifizierte Übungsleiterinnen viel getan. Bei diesen Angeboten ist man aber weitgehend von der Lautertalhalle abhängig, da es keine vereinseigene Sporthalle gibt.
2022-06-09
Eine Partie Schach gefällig? Dies ist im Lautertal schon seit Gründung der Gemeinde möglich. Denn seit über 75 Jahren gibt es den Schachverein Reichenbach. In den „besten Jahren“ des Vereins gab es drei Senioren- und zwei Jugendmannschaften. Es wurden sogar ein spezielles Jugendtraining angeboten und Schachturniere organisiert. Zwar sind die Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren aufgrund eines geänderten Freizeitverhaltens und vielfältigeren Angeboten für Jung und Alt stark zurückgegangen. Doch es gibt auch heute immer noch einige leidenschaftliche Schachspieler, die sich zum Training im 14-tägigen Rhythmus um 19 Uhr im SSV-Heim in Reichenbach treffen.
2022-06-09
Einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen Angebot im Lautertal tragen die Gadernheimer Landfrauen bei. Ihre Theaterabende und Fasnachtsveranstaltungen haben einen guten Ruf weit über das Lautertal hinaus. Die Bretter, die die Welt bedeuten, finden sich für die Gadernheimer Landfrauen in der Heidenberghalle. Alle zwei Jahre heißt es: Vorhang auf und vor einem vollbesetzten Haus wird ein Theaterabend vom Feinsten geboten. In bestem Odenwälder Dialekt mit viel Witz und Humor werden meistens Dreiakter aufgeführt. Die ersten Theaterauftritte der Landfrauen wurden für das Jahr 1978 dokumentiert, damals wurde im Erbacher Hof „Die gemischte Sauna“ aufgeführt. Vor besonderen Themen wurde sich nie gescheut und schon die Ankündigung ließ die Spannung auf das, was kommt, steigen.
2022-06-09
Die Wurzeln der Sportgemeinschaft Lautern liegen weit vor dem Gründungsdatum der Gemeinde Lautertal. Der Verein wurde bereits im Jahr 1887 mit einer Schützenabteilung gegründet. Seit dem Jahr 1966 gab es dann eine Fußball-Abteilung. Im Laufe der Jahre kamen die Abteilungen Badminton, Gymnastik, Kinder-Leichtathletik und Jugendfußball hinzu. Durch die Erweiterung des Angebots waren immer wieder steigende Mitgliederzahlen zu verzeichnen, inzwischen sind es 225.
2022-06-09
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