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Sonderveröffentlichung
in diesem Jahr kann das größte Weinfest der Bergstraße wieder so stattfinden, wie wir es seit vielen Jahrzehnten kennen: ein Winzerfest als beliebter und geselliger Treffpunkt und perfekter Rahmen, um den Bergsträßer Wein zu genießen.In den vergangenen zwei Jahren haben wir „unser Winzerfest“ in ungewohnter Weise gefeiert. Auch in diesem Jahr sollten wir den Blick auf die aktuelle Situation richten. So erscheint es mir wichtig, dass wir uns auf den Ursprung und die damit verbundenen Werte des Festes zurückbesinnen. Als eine Art Werbeveranstaltung ging es beim ersten Winzerfest im Oktober 1929 unter anderem darum, den Verkauf der Weine aus Bensheim anzukurbeln.   
2022-09-02
Nicht nur Weinfreunde haben mittlerweile leichte Entzugserscheinungen: Zwei Jahre musste Bensheim auf das Bergsträßer Winzerfest in seiner klassischen Form verzichten – die Pandemie verhinderte eine normale Ausrichtung.Der Verkehrsverein bot zwar erfolgreich Alternativen an, mit dem Original messen konnten sie sich aber nicht. Entsprechend groß ist nun die Vorfreude in der Stadt. Vom 3. bis 11. September kann die 84. Auflage des größten Weinfests in Südhessen gefeiert werden. Mit dabei sind fast alle Klassiker, verzichten müssen die Besucher allerdings auf das traditionelle Brillant-Feuerwerk. Das fällt in erster Linie der Trockenheit zum Opfer – und einer kommunalpolitisch angestoßenen Prüfung, ob das Himmelsspektakel noch zeitgemäß ist und welche Optionen es stattdessen gibt.
2022-09-02
Der gelernte Koch und Sommelier Jannik Jährling hat das Weingut Feligreno in Zwingenberg übernommen. Nach mehreren gastronomischen Stationen kam der gebürtige Darmstädter zu Kaltwassers Wohnzimmer ins älteste Bergstraßenstädtchen. Über den Kontakt zu Gerold Hartmann vom ersten bio-zertifizierten Weingut an der Bergstraße absolvierte er 2020 ein Praktikum. Ziel des 2001 gegründeten Betriebs ist nach wie vor eine möglichst schonende und naturnahe Nutzung der Flächen, um ökologisch wertvolle Böden zu erhalten.  
2022-09-02
An der Bergstraße macht seit einiger Zeit eine Gruppe junger Frauen im Weinbau auf sich aufmerksam. Innerhalb der Bergsträßer Winzer eG hat sich die Jungwinzerinnen-Vereinigung „Vinas“ gegründet, die stetig wächst. Mittlerweile sind es elf Frauen, die gemeinsam mit ihren Weinen junge und jung gebliebene Menschen ansprechen wollen, wie sie selbst sagen. Ihr Ziel ist es, vor allem junge Menschen an den Wein heranzuführen und Weintrinken „unkompliziert“ zu machen. Das gesamte Umsetzen des Konzepts, vom Kreieren der Weine über die Veranstaltungen bis hin zum Entwerfen des Logos und der Etiketten, liegt in der Hand der jungen Frauen. All das machen die Vinas in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Carolin Guthier, seit ein paar Wochen Guthier-Kolb, Anja Antes-Breit, Annika Bücher und Katrin Wind haben die Vinas im Jahr 2013 aus der Taufe gehoben. Die beiden Letztgenannten sind nicht mehr dabei. 2014 gab es den ersten Vinas-Wein, den „Vinas First“. 2017 stießen Heike Antes und Katharina Seiß dazu, im Jahr darauf folgten Stefanie Kippenhan und Heike Knapp. Während der Coronazeit, im Jahr 2021, schloss sich Nina Kaltwasser den Jungwinzerinnen an. Die 22-Jährige aus der Zeller Winzerfamilie studiert Weinbautechnik.Ganz neu dabei sind vier weitere junge Frauen: Nadja Helmling ist 18, kommt aus Heppenheim-Erbach und entstammt einer Winzerfamilie. „Ich fand die Idee schön, Weine für junge Leute zu machen“, sagt sie. Auch Anna Schuster, ebenfalls 18 Jahre alt, ist mit dem Weinbau groß geworden. Selina Fetsch ist mit 17 die Jüngste der Neuen. „Lara Lesch kam über ihre Freundin Carolin Kolb zu den Vinas. Alle zusammen ergänzen sich prima. Die einen sind von klein auf mit dem Weinbau groß geworden, andere sorgen mit ihrem unabhängigen Blick von außen für wichtige Erkenntnisse. Aktuell umfasst die Kollektion fünf Weine und einen Sekt. rid/ü  
2022-09-02
Der Boom der Pét Nats dauert an. Der Name ist abgeleitet vom französischen „Pétillant Naturel“, was so viel wie „natürlich prickelnd“ bedeutet. Diese Weine folgen der ältesten Methode, um Schaumwein zu produzieren: Bei ihr bleibt die Hefe in der Flasche, durch den Gärungsprozess vermischt sich die Kohlensäure mit dem Wein. Durch den natürlichen Hefegehalt schmeckt der Pét Nat in der Regel sehr hefig und rustikal, manchmal auch mostig. Nach dem ersten Pét Nat vom Weingut Schloss Schönberg vor fünf Jahren hat auch der kleine Betrieb Amthor vor kurzem einen dieser natürlich prickelnden Exoten veröffentlicht. Der Kronkorken verschließt die Flaschen luftdicht und hält auch dem Druck von maximal 3 bar problemlos stand. Beim Champagner sind es zwischen 5 und 6 bar.
2022-09-02
Der Grundstein für das Heppenheimer Weingut Freiberger wurde 1926 in einem kleinen Weinberg in der Steillage Heppenheimer Maiberg gelegt.Heute bewirtschaftet der Familienbetrieb insgesamt 16 Hektar Rebfläche rund um Heppenheim und wird inzwischen in der dritten Generation von Heinz Freiberger und seinem Cousin Rolf geführt.   
2022-09-02
Mit seinen 30 Jahren – das Weingut Simon-Bürkle wurde im April 1991 gegründet – gehört der Zwingenberger Weinbaubetrieb zwar eher zu den jungen Anbietern im Reigen der Bergsträßer Winzer, gilt aber dennoch seit vielen Jahren als eine erste Adresse an der Bergstraße.Dabei hatte es das Schicksal mit dem Weingut nicht gut gemeint, denn die beiden Gründer Kurt Simon und Wilfried Bürkle sind im Abstand von zehn Jahren 2003 und 2013 viel zu früh gestorben. Seitdem führen Dagmar Simon und Johannes Bürkle das Weingut und setzen den mit Qualitäts- und Umweltbewusstsein sowie mit viel Kreativität eingeschlagenen Weg erfolgreich fort. Als staatlich geprüfter Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft hat Bürkle den Blick auf den gesamten Produktionsprozess und wird dabei von Kellermeister Jan Faber unterstützt. Vor 20 Jahren hatte Faber als Praktikant bei Simon-Bürkle angefangen und sich seither bis zum Meister hochgearbeitet. Dagmar Simon ist für den kaufmännischen Bereich im Weingut zuständig und kümmert sich mit Carmen Bauer um den Verkauf. Mit ihrer Tochter Katja steht auch bei der Familie Simon die nächste Generation in den Startlöchern. Sie macht nach ihrer Ausbildung aktuell ein Praktikum auf Mallorca. Die Kreativität des „beständig soliden Weingutes“ (Weinführer Vinum) zeigte sich nicht nur schon 1995 mit „Ballerina“, dem ersten Bergsträßer Perlwein, sondern auch mit dem neuen „Melibokuss“ Blanc de Noir – ein Weißwein aus der roten Spätburgundertraube. Die kleine 0,25 Liter-Variante heißt „Meliboküsschen“. Feinherb und leicht fruchtig ist er ein idealer Essensbegleiter und guter Sommerwein, den Bürkle auch als „Kuss des Terroirs“ versteht. Die Verbundenheit mit der Erde, auf der die Reben wachsen, zeigt sich ebenso in dem 2021er Riesling Granit, in dem die Stärke des Granit-Bodens steckt.Neu aufgelegt zum 30. Jubiläum des Weingutes wurde der Blanc de Noir-Sekt, den es auch schon zum 20-Jährigen gab. Dafür lagen die ersten Flaschen des 2017er Jahrgangs drei Jahre lang auf der Hefe und entwickelten ausgereifte Aromen. Bei dem jetzt von der Hefe genommenen Jubiläumssekt sind es bereits fünf Jahre. Der Name „Aurea“ leitet sich aus dem lateinischen Aurum ab und bezieht sich auf die goldgelbe Farbe des Sektes. Neu ist in diesem Jahr bei Simon-Bürkle auch ein feinherber Riesling in der 0,75 Liter-Flasche. Bemerkenswert ist, dass Simon-Bürkle nach der Flurbereinigung im Bereich der Zwingenberger Einzellage Alte Burg Riesling wieder neu angepflanzt hat, während sich viele Winzer aufgrund des Klimawandels von dieser Rebsorte abwenden. Der hier wachsende Spätburgunder blieb von der Flurbereinigung verschont. Von den in der zweiten Mai-Hälfte angepflanzten Reben werden es aber vermutlich nicht alle geschafft haben, da das eingebaute Bewässerungssystem erst acht Wochen später in Betrieb genommen werden konnte. Während des Winzerfestes ist der Stand von Simon-Bürkle am Bürgerwehrbrunnen mehr als ein beliebter Treffpunkt für den Weingenuss. Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es jeweils ab 19.30 Uhr auch Live-Musik. js 
2022-09-02
Kronen hat Stefanie Kippenhan schon einige getragen. Die 28-Jährige aus Hirschberg war – damals noch unter ihrem Mädchenname Keller – zunächst Schriesheimer Weinprinzessin, danach Weinkönigin und kurze Zeit später wurde sie zur Bereichs-Weinprinzessin der Badischen Bergstraße gewählt.Bei der Eröffnungszeremonie der Winzerwoche im vergangenen Jahr, die Corona-bedingt nur im kleinen Kreis und ohne Publikum stattfand, setzte ihr Vorgängerin Heike Knapp das symbolträchtige Schmuckstück auf. Damit war die gelernte Verwaltungsfachangestellte, die aus einer alteingesessenen Winzer-Familie stammt und gemeinsam mit Ehemann Georg, Techniker für Weinbau und Önologie (Kellerwirtschaft), im Nebenerwerb ein fünf Hektar großes Weingut in Ritschweier betreibt, die 69. Bergsträßer Gebietsweinkönigin.
2022-09-02
Nach 38 Jahren des ehrenamtlichen Engagements wurde Reinhard Antes im Sommer aus dem Vorstand der Bergsträßer Winzer eG verabschiedet. Seit 1995 hatte er die Geschicke der Bergsträßer Winzer als Vorstandsvorsitzender gelenkt und den Betrieb in vielfältiger Weise weiterentwickelt.Der Bau der Wein-Erlebniswelt Viniversum und die Errichtung des Weinerlebnispfads Wein und Stein in Kooperation mit dem Geo-Naturpark sind nur zwei Beispiele seines Wirkens. Reinhard Antes kennt den Weinbau an der Bergstraße wie wenige andere. In den vergangenen Jahren hat er sich verstärkt für den Einsatz von pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (Piwi) eingesetzt und deren Anbau vorangetrieben.  
2022-09-02
Als 1904 der Starkenburger Winzerverein gegründet wurde, waren daran 21 Winzer beteiligt.Fast 120 Jahre später ist daraus mit der Bergsträßer Winzer eG eine starke Genossenschaft geworden, die für 359 Winzerfamilien aus den Anbaugebieten Hessische Bergstraße und Baden ein wichtiger Partner ist. Bei den Winzerfamilien handelt es sich um Traubenerzeuger, die keinen eigenen Weinkeller haben und deren Trauben von der Genossenschaft zu Wein ausgebaut und vermarktet werden. Für die gute Qualität, die im vergangenen Jahr allein bei der Landesweinprämierung Hessen 20 mal mit Gold und 28 mal mit Silber ausgezeichnet wurden, sorgen in Heppenheim zwei erfahrene Kellermeister. Das ist zum einen der langjährige önologische Betriebsleiter Gerhard Weiß aus Auerbach, der sein komplettes Arbeitsleben nach dem Studium in der Winzer eG den Bergsträßer Weinen gewidmet hat und in diesem Jahr in den wohlverdienten Ruhestand ging. Die offizielle Verabschiedung wird noch erfolgen.
2022-09-02
In die Wiege gelegt wurde Hanno Rothweiler das Wein-Gen nicht und seine Leidenschaft für die Arbeit mit den Früchten des Rebstocks hat er erst relativ spät entdeckt, aber dann mit vollem Herzen.Seit 1991 ist Rothweiler Winzermeister, seinen ersten Wein baute er 1983 während seiner Lehre im Weingut Seitz in Auerbach aus und seinen ersten Weinkeller hatte er 1984 in der Bachgasse. Seit 2010 ist er am Berliner Ring. Hanno Rothweiler ist der Quereinsteiger unter den Bergsträßer Winzern und das ist für ihn auch ein Vorteil. Denn ohne traditionellen Rucksack lassen sich neue Wege leichter begehen, was der Experimentierfreudigkeit des Winzers entgegenkommt. Sei es die Partnerschaft mit einer neuen Traubensorte oder spezielle Veranstaltungen.Hier arbeitet Rothweiler seit Jahren eng mit dem Zwingenberger Weingut Simon-Bürkle zusammen: Das Weinvergnügen im Fürstenlager im Juni ist längst ein Selbstläufer und regelmäßig ausverkauft und auch für die Rotweinnacht mit 6-Gang-Menü – in diesem Jahr wieder am 25. November – im Titzmann-Keller in Auerbach (ehemals Spundloch) empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung. Auch die Hoffeste rund um den Roten Turm am Berliner Ring sind legendär.         
2022-09-02
„Mit 17 hat man noch Träume“ trällerte Peggy March als 17-Jährige und gewann mit diesem Titel die Deutschen Schlager-Festspiele in Baden-Baden 1965. Welche Träume bewegten Rico Bravo in seinen Teenager-Jahren, in denen der zukünftige Glanz seines Sterns am Bergsträßer Schlagerhimmel noch lange nicht zu erahnen war? „Ich träumte davon, auf der Bühne im Winzerdorf zu stehen“, erklärt der ungekrönte Schlagerkönig der Bergstraße.       
2022-09-02
„Die Sonne im Glas, zum Wohl und viel Spaß“ – so lautet das Motto des diesjährigen Winzerfestumzugs. Nach der Corona-bedingten Pause und einem digitalen Festzug im Rahmen des „Winzerfest dehaam“ 2020 kann der Festzug in diesem Jahr endlich wieder ohne Einschränkungen am ersten Winzerfestsonntag, 4. September, durch die Bensheimer Innenstadt ziehen.
2022-09-02
Endlich zieht der Winzerfestumzug wieder durch Bensheim – darauf freuen sich nicht nur die zahlreichen Zuschauer. Viele Teilnehmer des Festzugs stecken seit Wochen in den Vorbereitungen. Nach der langen Pause und den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie bietet der Festumzug für Vereine die Gelegenheit, wieder auf sich und ihre Arbeit aufmerksam zu machen. Um an diesem Tag die Zuschauer am Straßenrand zu beeindrucken, legen sich alle richtig ins Zeug. Wir haben bei drei Bensheimer Vereinen hinter die Kulissen der Vorbereitungen geblickt.
2022-09-02
Die Weinbautradition ist mit der Jahreszahl 1755 über dem Weinkeller belegt und mit zwei Hektar Rebfläche gehört das Gronauer Weingut Volker Dingeldey zu den kleinen, aber ausgesprochen feinen Bergsträßer Weinbaubetrieben. Die Rebflächen verteilen sich auf die idyllisch gelegenen Weinberge in Gronau und Zell mit den Lagen Hemsberg und Streichling.
2022-09-02
Sie hat lange nichts von sich hören lassen, die traditionelle Gebietsweinprobe zum Bergsträßer Winzerfest. 2017 fand die beliebte Verkostung letztmals statt. Danach begann die Sanierung des Bürgerhauses, nahtlos gefolgt von der Corona-Pandemie. Mit der Rückkehr des Winzerfests im klassischen Format startet auch das kollektive Genießen von Bergsträßer Gewächsen wieder durch. 
2022-09-02
SAMSTAG, 3. SEPTEMBER 11 Uhr // Kostenlose Führung im historischen Gewand durch die Altstadt ab Bürgerwehrbrunnen/Tourist Information mit anschließendem Besuch im Museum der Stadt Bensheim  17 Uhr // Eröffnungsempfang für Ehrengäste im Bürgerhaus 18.30 Uhr // Eröffnung des Bergsträßer Winzerfestes auf dem Marktplatz und Empfang der Ehrengäste. Mitwirkende: Historische Bürgerwehr und Biedermeiergruppe der Heimatvereinigung „Oald Bensem“ e.V., Fahnenabordnungen der anwesenden Bürgerwehren und Milizen 18.30 bis 24 Uhr // Tanz- und Unterhaltungsmusik im Winzerdorf mit der Band „Die Gallier”        
2022-09-02
Beim letzten „richtigen“ Winzerfest 2019 war das Weingut Amthor noch der Newcomer und mit einer Rebfläche von 0,8 Hektar eher ein Wein-Zwerg an der Bergstraße. Drei Jahre später bewirtschaftet Barbara Amthor mit ihrem Ehemann Patrick bereits 3,5 Hektar in den Heppenheimer Lagen Eckweg, Maiberg und Stemmler sowie in der Bensheimer Lage Paulus und hat es im renommierten Weinführer Vinum als „erfreuliche Neuentdeckung“ gleich zu einem Stern gebracht.Auch Verkoster Eichelmann bescheinigt dem Weinsortiment des Heppenheimer Weingutes eine „sehr homogene Kollektion“. Mit dem Wein-Gen infiziert wurde Barbara Amthor von ihrem Großvater, der sich als Feierabendwinzer den Reben widmete und die Trauben über die Winzergenossenschaft vermarktete. Während des Weinbaustudiums in Geisenheim lernte die gebürtige Bensheimerin ihren späteren Ehemann Patrick aus Heppenheim kennen, der ebenfalls mit dem Weinbau groß geworden ist. Dass die gemeinsame Verbundenheit zum Wein dann in einem eigenen Weingut mündete, war eine logische Folge. Vom Pflanzen der Reben bis zum Abfüllen des Weins in die Flasche ist für Barbara Amthor der Beruf der Winzerin ein ausgesprochen vielseitiger Beruf, wobei sie aber auch die Fähigkeiten ihres Mannes als „Rebenflüsterer“ zu schätzen weiß.
2022-09-02
Für das Weingut der Stadt Bensheim wird das diesjährige Winzerfest eine Zäsur sein. Der Wein-Jahrgang 2021 ist der letzte Jahrgang mit dem Etikett des städtischen Weinguts. Ab Jahrgang 2022 werden alle Weine das Etikett des Weinguts Jäger haben.Bekanntlich hat Michael Jäger 2020 das Weingut der Stadt Bensheim übernommen und damit die Nachfolge des langjährigen Pächters Axel Seiberth gesichert. Mit der Übernahme hat Jäger sein Weingut von sechs auf jetzt 18 Hektar erweitert und ist damit zum größten Weinbaubetrieb in Bensheim geworden.
2022-09-02
Für Stammgäste des Bergsträßer Winzerfests ist der Stand des Kirchberghäuschens im Winzerdorf Anlaufpunkt Nummer eins bei kleinem und großen Hunger.„Wildschweinbratwurst mit Sauerkraut im Roggenbrötchen“ gehört einfach zum Glas Bergsträßer Wein dazu – außerdem lässt es sich von der Bude „oben links“ ganz herrlich auf die Tanzfläche schielen, der Musik lauschen und den Tanzwütigen ganz ohne Gedränge zusehen. Alle Zutaten für den kulinarischen Klassiker kommen aus der Region, verrät Eric Bulling im Gespräch. Die Wildschweinwürste – übrigens mit dem Prüfsiegel Jagd Hessen – bezieht der Gastronom von der Metzgerei Schäfer aus Lautertal, die Roggenbrötchen von der Bäckerei Rauen und das Sauerkraut kommt aus der Pfalz. Damit die Besucher nicht auf ihre „Worscht im Weck“ verzichten müssen, ist die Lieferkette eng getaktet. Noch am Abend wird der Bedarf gemeldet, die Lagerhaltung wird für die Dauer des Winzerfests hochgefahren.
2022-09-02
Schon seit ihrer Gründung 1904 durch den Großherzog von Hessen-Darmstadt gingen von der Domäne Bergstraße Impulse für die Entwicklung des hiesigen Weinbaus aus.Seit 1946 ist die Domäne Teil der Hessischen Staatsweingüter von Kloster Eberbach und mit ihren rund 32 Hektar größtes Weingut in der kleinsten Weinbauregion Deutschlands. Rund 441 Hektar stehen an der Hessischen Bergstraße unter Reben.
2022-09-02
Es hat sich viel getan seit dem Winzerfest 2019, als sich beim Weingut Jäger massive Änderungen abzeichneten. Doch die Übernahme des Weinguts der Stadt Bensheim hat sich anders entwickelt als ursprünglich gedacht. Der „Kleine“ ist nicht im großen städtischen Weingut aufgegangen, sondern aus dem kleinen ist der jetzt größte Bensheimer Weinbaubetrieb – das Weingut Jäger – geworden.Für Winzer Michael Jäger war die Übernahme vor allem eine Zukunftssicherung für Junior Sebastian, der 2020 sein Weinbaustudium mit dem Bachelor erfolgreich abgeschlossen hat und seit September fest im elterlichen Betrieb mitarbeitet. In den zwei Jahren dazwischen sammelte er Erfahrungen im Weingut Schloss Schönberg und im Familienbetrieb. Irgendwann wird Sebastian seinen Vater in der Betriebsleitung ablösen, damit dieser sich ausschließlich der Weinstube am Rinnentor widmen kann. Momentan läuft das parallel. Auch ist das Neubauprojekt zu stemmen, das durch die beiden Pandemiejahre hinausgezögert wurde. Das neue, größere Weingut Jäger wird an der verlängerten Saarstraße gegenüber des Tennisplatzes auf dem Areal zwischen Winkelbach und dem Weg zum Restaurant Cavallino entstehen. Jäger geht davon aus, dass mit dem Bau im kommenden Jahr begonnen werden kann. Wichtig ist ihm der Hinweis, dass sich bei der Weinstube nichts verändern wird. Sie wird ihren Standort am Rinnentor beibehalten. Verändert hat sich in den beiden Pandemiejahren hier nur der Einbau einer neuen Theke.
2022-09-02
Das Winzerfest in Bensheim beginnt für die Männer und Frauen vom Bauhof-Service nicht erst am 3. September: „Für uns geht’s schon ab 15. August los“, betont technischer Leiter Harald Berger. Bevor die eigentlichen Aufbauarbeiten starten, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.Blumenkübel und Bänke im Festbereich – vom Storchennest über den Marktplatz bis zur oberen Fußgängerzone und zum Beauner Platz – müssen weggeräumt werden. Die Blumenkübel werden für die Dauer der Winzerfest-Woche über das Stadtgebiet verteilt, einige finden hinter dem Bürgerhaus ein vorübergehendes Zwischenquartier. „Die Sitzbänke kommen zu uns und bekommen eine Grundsanierung“, berichtet Luca Valotta, stellvertretender Vorarbeiter der allgemeinen Kolonne. Hier werden die Sitzgelegenheiten ausgebessert und gestrichen, bevor sie nach dem Winzerfest wieder zum Verweilen einladen. 
2022-09-02
Die Helferinnen und Helfer des DRK Bensheim haben während des Winzerfests einen wichtigen Job zu erfüllen, und tun dies auf unaufgeregte, aber nicht minder effektive Art und Weise. „Wir sind pro Tag mit zehn bis 15 Personen und zwei Rettungswagen im Einsatz“, erläutert Sebastian Engelbrecht, Zugführer des 1. Sanitätszuges und Bereitschaftsleiter beim DRK Bensheim.Erste Hilfe leisten, erschöpften Besuchern beistehen und die Sicherheit gewährleisten – ohne den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer des Rettungsdienstes wäre eine Veranstaltung in der Größenordnung des Bergsträßer Winzerfests überhaupt nicht vorstellbar. An „normalen“ Winzerfest-Tagen beginnt die Einsatzzeit der DRK’ler in den Abendstunden, sowohl am Montag beim Tag der Betriebe als auch am Mittwoch zum Seniorenprogramm sind die Einsatzkräfte jedoch schon früher in der Bensheimer Innenstadt anzutreffen.
2022-09-02
Seit Ende 1945 gibt es den Weinbauverband Hessische Bergstraße als Interessensvertretung für die im kleinsten deutschen Weinanbaugebiet tätigen Winzer. Dazu gehören neben den Weinbaubetrieben zwischen Alsbach und Heppenheim auch die Weinbaugebiete im Bereich Groß-Umstadt und Roßdorf.Ehrenamtlich geleitet wird der Verband seit 1998 von Otto Guthier, der sich bis zu seinem Ruhestand im Februar 2019 vor allem als langjähriger Geschäftsführer der Heppenheimer Winzergenossenschaft einen Namen machte Auch wenn die hauptberufliche Arbeit für Guthier inzwischen weggefallen ist, bleibt für ihn im Ehrenamt immer noch genug zu tun. So gab und gibt es im weinbaupolitischen Bereich in jüngster Zeit sehr viele Themen zu bearbeiten. Dazu gehörten das neue Weingesetz, die neue Weinverordnung und die Änderungen des Bezeichnungsrechts. Aber auch die aktuelle klimatische Situation mit der enormen Trockenheit und der daraus folgenden zum Teil „niederschmetternden“ Prognose für den 2022er Jahrgang beschäftigen die Interessensvertretung der Winzer mit entsprechenden Beratungs- und Weiterbildungsangeboten.Für den Nichtfachmann tritt der Weinbauverband vor allem durch die von ihm organisierten publikumswirksamen Veranstaltungen wie die Weinlagenwanderung zum 1. Mai oder die jährliche Krönung der Gebietsweinkönigin in Erscheinung. In diesem Jahr muss sich der Verbandsvorsitzende allerdings mit einer bisher noch nicht da gewesenen Situation abfinden. Trotz aller Bemühungen fand sich keine Kandidatin, der Stephanie Kippenhan im Rahmen des diesjährigen Heppenheimer Weinmarktes die Krone hätte übergeben können. So ist die Bergsträßer Gebietsweinkönigin die erste Hoheit mit einer zweiten Amtszeit und die Hoffnung auf die Krönung einer Nachfolgerin ruht nun auf dem Bergsträßer Winzerfest im kommenden Jahr.Zur Öffentlichkeitsarbeit für den Bergsträßer Wein gehört auch die im vergangenen September eröffnete „Bergsträßer Weinroute“, rechtzeitig zum 50-jährigen Bestehen des Weinbaugebietes Hessische Bergstraße als eigenständiges Anbaugebiet. Die entlang der Bergstraße aufgestellten 16 Hinweistafeln weisen mit jeweils orts- und weinbezogenen Motiven auf Veranstaltungen und Festivitäten hin.Ein weiteres Projekt des Verbandes, von dem jeder Bergsträßer profitiert, ist die Aktion „Frühlingsgarten Deutschland“, die mit der alljährlichen Pflanzung von Obstbäumen seit vielen Jahren durchgeführt wird. In den vergangenen 25 Jahren wurden dadurch entlang der Bergstraße über 1000 Bäume gepflanzt. Finanziert wird diese blühende „Aufforstung“ durch den Überschuss aus der alljährlichen Weinlagenwanderung. Da die in den vergangenen beiden Jahren allerdings ausfallen musste, sprang mit finanzieller Unterstützung für die Pflanzaktion im vergangenen Dezember der Kreis Bergstraße ein und übernahm 100 der insgesamt 126 angeschafften Bäume, die zwischen Zwingenberg und Heppenheim gepflanzt wurden. js 
2022-09-02
Den Begriff PIWI hört man in den letzten Jahren auch an der Bergstraße häufiger. Die Züchtung von neuen pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWI) durch die Einkreuzung von resistenten Wildformen begann schon vor 130 Jahren und wurde stetig geschmacklich verbessert. Heute sind die gleichen Weinqualitäten wie bei den etablierten Sorten erreicht. „Piwis können keine kurzfristigen Wunder vollbringen, aber sie sind geeignet, dem Klimawandel mit einem gewaltigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zu begegnen“, betont Weinbauingenieur und Rebzüchter Reinhard Antes. Man kann erhebliche Mengen Pflanzenschutzmittel und wegen der reduzierten Arbeitsgänge auch Kraftstoff einsparen – das verbessert die CO2-Bilanz. „Aus Sicht eines die Natur schonenden und Ressourcen sparenden Weinbaus sind Piwis ein richtiger Schritt. Die Weinfreunde müssen bei dieser Entwicklung mitgehen und Sorten wie Souvignier gris eine Chance geben“, so Antes. Das Herz vieler Winzer und Weinfreunde hängt an den traditionellen Sorten. Doch der Druck wächst immens, neue robuste Sorten anzubauen: Verlierer dieser Entwicklung ist dabei weniger der Riesling als etwa frühreifende Sorten wie Müller-Thurgau oder Silvaner, die ersten Verlierer des Klimawandels. tr 
2022-09-02
Seit dem letzten traditionell gefeierten Winzerfest 2019 hat sich im Bensheimer Traditionsweingut Mohr einiges getan. Mit dem Besitzerwechsel im Juli 2020 wurde aus dem 1903 gegründeten Weingut eine GmbH & Co. KG, die von Geschäftsführer Martin Simon geleitet wird.Als einzige der Winzerfamilie Mohr ist noch Ingrid Boba, Tochter der früheren Seniorchefin Ria Mohr, im Betrieb und kümmert sich an der Grieselstraße um den Verkauf der Mohr-Weine in der Vinothek. Martin Simon ist ein gebürtiger Pfälzer, lebt aber seit 30 Jahren in Bensheim und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bekannte Tradition des Weinguts unter neuer Flagge, aber auch mit neuen Akzenten in die Zukunft zu führen.
2022-09-02
Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat bei den Weinbauern in Rheinland-Pfalz enorme Schäden verursacht. Viele Winzer aus dem Ahrtal sahen sich vor dem Aus. Von den insgesamt 50 Betrieben an der Ahr waren lediglich vier nicht von der Flut betroffen. Zehn bis 20 Betriebe wurden komplett zerstört. Sehr viele Winzer haben alles verloren. Nicht nur Betriebsgebäude, auch Maschinen und Weinvorräte gingen verloren. Unter dem Titel „solidAHRität“ hatte das Niersteiner Weingut St. Antony eine Hilfsaktion organisiert, die bald bundesweit für positive Kommentare sorgte. Das Logo zeigt einen rot-weißen Rettungsring. Die Initiative erfuhr überregional Beachtung und wurde auch von Winzern der Hessischen Bergstraße unterstützt. 
2022-09-02
Die diesjährige Hauptweinlese beginnt in den deutschen Weinregionen aufgrund der anhaltend sonnigen Witterung außergewöhnlich früh, ähnlich wie in dem heißen Jahr 2018. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, sind die Aussichten für einen qualitativ hochwertigen Weinjahrgang 2022 sehr vielversprechend. Ein großer Teil der Weinberge in den deutschen Weinregionen steht trotz der extremen Trockenheit noch recht gut da. Die Trauben sind kerngesund und größere Unwetterereignisse sind bis dato ausgeblieben.Auch an der Bergstraße hat die Lese bereits begonnen: So startete das 15-köpfige Weinlese-Team der Domäne Bergstraße bereits am 24. August mit der Ernte von Rosé und Sektgrundwein – drei Wochen früher als im vorangegangenen Jahr. Los ging es in einer der Toplagen des Weinanbaugebiets Hessische Bergstraße, dem Heppenheimer Steinkopf. Durch die steile Hangneigung von bis zu 45 Prozent ist die Sonneneinstrahlung dort deutlich intensiver und lässt die Trauben schneller reifen als in Flachlagen. Hinzu kommen die anhaltend heißen Temperaturen der diesjährigen Vegetationsperiode, die der Reifeentwicklung einen starken Schub gegeben haben.Die Spätburgunder-Trauben, die geerntet wurden, überzeugten mit einem Reifegrad von 80 Grad Oechsle und einer Säure von zehn Gramm pro Liter. „Perfekt für die Herstellung von feinfruchtigem Rosé und spannungsgeladenen Sekten“, sagt Robert Widera, Weinbauleiter der Domäne Bergstraße. Denn bei den aktuellen Temperaturen schreitet die Entwicklung weiterhin sehr schnell fort, so dass ein Tag schon einen großen Unterschied der Traubenqualität ausmachen kann. Generell wird mit einem zügigen Verlauf der Weinlese gerechnet. dwi/red 
2022-09-02
Auch als Bitzler, Rauscher oder Sauser bekannt, ist der Federweißer ein beliebtes Getränk, das alljährlich die erste Herbstbotschaft an die Weinfreunde überbringt. Sein Name ist übrigens auf die Hefen zurückzuführen, die im Glas wie winzige Federchen tanzen. Sie sind auch für das leichte Prickeln des jungen Weins verantwortlich.Wenn die biologisch aktiven Hefen während der Gärung den natürlichen Zucker im frisch gepressten Traubensaft in Alkohol verwandeln, entsteht auch Kohlensäure, die langsam entweicht. Federweißer wird wahlweise aus weißen oder roten Trauben hergestellt (Roter Rauscher). Idealerweise trinkt man Federweißen auf halbem Weg vom Traubensaft zum Wein, wenn sich Süße, Alkohol und Fruchtsäure in guter Balance befinden. Zu diesem Zeitpunkt weist er einen Alkoholgehalt von etwa fünf Volumen-Prozent auf.Aufgrund der hohen Nachfrage ist Federweißer heute auch bundesweit in vielen Supermärkten oder im Weinfachhandel erhältlich. Beim Einkauf ist allerdings Vorsicht geboten: Da die Gärung auch in der Flasche weitergeht, ist diese stets mit einer luftdurchlässigen Kapsel verschlossen, damit die Kohlensäure entweichen kann. Die Flasche muss stets aufrecht stehend transportiert werden. Das Deutsche Weininstitut empfiehlt, zu Hause zunächst ein wenig vom Federweißen zu probieren. Ist er geschmacklich richtig, dann nichts wie ab in den Kühlschrank damit, denn Kälte stoppt den Gärungsprozess und verlängert so den Genuss. Schmeckt er noch zu süß, sollte man ihn bei Zimmertemperatur aufbewahren. Nach einigen Stunden sollte man ihn erneut probieren und wenn der optimale Süßegrad erreicht ist, den Federweißen kalt stellen. dwi 
2022-09-02
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