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Sonderveröffentlichung
Themenspecial 50 Jahre Lautertal

Bürger im Einsatz für den Brandschutz

170 Aktive bei den Lautertaler Feuerwehren stehen für die jederzeitige schnelle Hilfe bereit

Bei Übungen bilden sich die Feuerwehrleute fort, wie hier in Reichenbach. BILD: KOE  

9.06.2022
Sieben Freiwillige Feuerwehren in der Gemeinde Lautertal sind nicht nur ein wichtiger Faktor hinsichtlich des Brand- und Katastrophenschutzes, sondern leisten auch mit ihren Einsatzabteilungen, den Alters- und Ehrenabteilungen, den Jugend- und Kinderfeuerwehren sowie den Feuerwehrvereinen einen wichtigen Beitrag zum sozialen Leben in der Kommune.

Die sieben Feuerwehrvereine unterstützen in vielfältiger Weise die Einsatzabteilungen und entlasten so die Gemeinde Lautertal bei ihren gesetzlichen Aufgaben, nämlich der Sicherstellung des Brandschutzes. Dabei werden jährlich mehrere zehntausend Euro von den Vereinen eingebracht. Die Gerätehäuser werden von den Feuerwehrleuten meist in Eigenhilfe instandgehalten.
Laut dem stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Peter Degenhardt, der zurzeit den erkrankten Gemeindebrandinspektor Bernd Röder vertritt, engagieren sich 170 Lautertaler Bürger in den jeweiligen Einsatzabteilungen. Den Alters- und Ehrenabteilungen gehören rund 50 ehemalige aktive Feuerwehrleute an. Kinder- und Jugendfeuerwehren bringen es momentan auf rund 125 Mitglieder. Gerade diese jungen Leute konnten sich wegen der Corona-Situation nur selten zu den Gruppenstunden und anderen Aktivitäten treffen.

Die jeweiligen Betreuer versuchten dennoch, den Kontakt zu den zukünftigen Feuerwehrleuten aufrecht zu erhalten. So seien nur wenige Abmeldungen zu verzeichnen, freute sich der stellvertretende Gemeindebrandinspektor. Die Jugendarbeit ist eine ganz wichtige Aufgabe für die Helfer, denn neue Einsatzkräfte kommen fast ausschließlich aus den eigenen Jugendfeuerwehren. Daher freuen sich die Brandschützer über weitere Mitglieder – nicht nur in den Jugendfeuerwehren. Jeder, der sich für die Feuerwehr interessiert, kann unverbindlich bei den Übungen reinschnuppern.
Über 100 Einsätze im Jahr

Die Lautertaler Feuerwehren sind mit insgesamt 22 Einsatzfahrzeugen ausgestattet. Neun von ihnen wurden von den Feuerwehrvereinen selbst angeschafft, der Rest von der Gemeinde. Der Altersdurchschnitt der Fahrzeuge liegt bei fast 19 Jahren. Daher stehen momentan zwei Ersatzanschaffungen an, wie Peter Degenhardt erinnerte. Verbesserungen sind aber auch bei den Gerätehäusern nötig. Vor allem ist dies in Gadernheim und Lautern der Fall, da die Gebäude dort nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.
     
Bernd Röder (links) ist als Gemeindebrandinspektor seit 2003 zuständig für alle Feuerwehren in Lautertal. Sein Stellvertreter ist Peter Degenhardt. BILDER: KOE
Bernd Röder (links) ist als Gemeindebrandinspektor seit 2003 zuständig für alle Feuerwehren in Lautertal. Sein Stellvertreter ist Peter Degenhardt. BILDER: KOE
Im Jahr 2018 rückten die Feuerwehren insgesamt 107 Mal aus, ein Jahr später waren es 118 Einsätze. 2020 schlugen bei den 131 Alarmierungen vor allem die Rettung von verletzten Personen im Felsenmeer zu Buche. Vergangenes Jahr wurden die Wehren 118 Mal zum Einsatz gerufen.

Bis zum 14. Mai dieses Jahres waren in Lautertal 48 Einsätze zu verzeichnen. Äußerst zäh gestalte sich immer wieder die Genehmigung von Ersatzbeschaffungen oder Modernisierungsmaßnahmen durch die Gemeinde, berichtete Peter Degenhardt. Von politischer Seite würden die nach dem Brandschutzhilfeleistungsgesetz notwendigen Beschaffungen häufig erst einmal abgelehnt. Selbst mit dem Haushaltsplan beschlossene Maßnahmen würden im Nachhinein manchmal abgelehnt, was die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen bei den Feuerwehren immer wieder erschwere und diese demotiviere.

So könne es vorkommen, dass mit den Feuerwehren über deren Anträge nicht einmal gesprochen. Die Maßnahme werde bisweilen dann beschlossen und später nochmals nachgefragt, wozu sie überhaupt nötig sei. Als Beispiel nannte der stellvertretenden Gemeindebrandinspektor die Anschaffung von Tauchpumpen.

Nach den Hochwasserkatastrophen in Deutschland im vergangenen Jahr kam aus der Politik die Anfrage, ob die Feuerwehren für derartige Ereignisse gerüstet seien und was noch benötigt werde. Als von den Feuerwehren daraufhin für den Haushalt 2022 Tauchpumpen beantragt wurden, sei die Nachfrage eingegangen, wozu man diese Pumpen eigentlich wolle. Eine weitere Belastung für die Feuerwehrleute sind die in den vergangenen 30 Jahren deutlich gestiegenen Verwaltungs- und Wartungsarbeiten.

Sirenen sollen modernisiert werden

Momentan können die Sirenen in Lautertal nur die Signale Feueralarm und Entwarnung geben. Mit der Umstellung auf eine digitale Alarmierung sollen weitere Warnsignale ausgelöst werden können. Im Rahmen der Digitalisierung dieser Anlagen müssten deren Standorte überprüft werden, um festzustellen, in wieweit die Schallabdeckung ausreichend sei, sagte Peter Degenhardt.

Ein „alter Hase“ bei den Feuerwehren ist Lautertals Gemeindebrandinspektor Bernd Röder, der diese Funktion seit 2003 ausübt. Peter Degenhardt steht ihm seit 2013 zur Seite. Gewählt werden der Gemeindebrandinspektor und sein Stellvertreter von den aktiven Feuerwehrangehörigen der Gemeinde immer für fünf Jahre. Der Gemeindebrandinspektor ist für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Beratung des Gemeindevorstandes in allen Fragen des Brandschutzes. Er ist an der Erstellung von Alarmplänen und Ausrückplänen beteiligt. Ferner repräsentiert er die Feuerwehr in der Öffentlichkeit. Ihm unterstehen die Wehrführer der Ortsteil-Feuerwehren. Er ist für die Leitung und Verwaltung der Freiwilligen Feuerwehr ebenso zuständig wie für die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft und die Ausbildung der Einsatzkräfte. Der Gemeindebrandinspektor überwacht die Ausrüstung sowie die Instandhaltung der Einrichtungen und der Fahrzeuge der Feuerwehren. Einen Teil seiner Aufgaben kann er dabei an die Wehrführer übertragen.

Bei den sieben Feuerwehrvereinen stehen bis auf Elmshausen nicht die Wehrführer als Vorsitzende an der Spitze. So leitet Peter Eckel den Beedenkircher Feuerwehrverein, während Kai Jährling die Aufgabe des Wehrführers ausübt. In Elmshausen steht Ralf Kindinger sowohl der Feuerwehr als auch dem Verein vor. In Gadernheim liegt die Wehrführung in den Händen von Peter Degenhardt. Den Feuerwehrverein leitet Peter Bormuth. Als Wehrführer ist nach der Fusionierung der beiden Feuerwehren Harald Lannert für Knoden und Schannenbach zuständig. Vorsitzender des Feuerwehrvereins Knoden ist Peter Rohlfs. Den Schannenbacher Verein leitet Peter Gölz.

Lauterns Wehrführer ist Bernd Röder; Michaela Nielsen-Ziegeldecker ist für den Feuerwehrverein zuständig. Die Freiwillige Feuerwehr Reichenbach hat erst vor einiger Zeit Feuerwehrführung und Vereinsführung in verschiedene Hände gegeben. Wehrführer ist Peter Karn, Fabian Eckstein fungiert als Vereinsvorsitzender. Walter Koepff
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