Sonderveröffentlichung
Themenspecial Die Spezialisten im Kreis Bergstrasse

Die Experten für die Wirbelsäule

HEILIG-GEIST HOSPITAL

Wirbelsäulenchirurgie am Heilig-Geist Hospital Bensheim: Oberarzt Marc Siddique (l.) und Chefarzt Dr. med. (H.) Janos Borgulya (r.). BILD: HEILIG-GEIST HOSPITAL

16.11.2020
Fast jeder kennt das unangenehme Gefühl, wenn der Rücken schmerzt. Rückenleiden zählen in Deutschland mittlerweile zur absoluten Volkskrankheit. Häufig sind die Schmerzen harmlos und verschwinden nach wenigen Stunden oder Tagen wieder von alleine. Doch nicht immer ist das so und der Schmerz wird für den Betroffenen zur anhaltenden Qual. Dabei können Rückenschmerzen die verschiedensten Ursachen haben: Von Muskelverspannungen über gereizte Nerven und Bandscheibenvorfälle bis hin zu Osteoporose oder Verkrümmungen der Wirbelsäule.

Im Heilig-Geist Hospital (HGH) Bensheim bieten Chefarzt Dr. (H.) Janos Borgulya und Oberarzt Marc Siddique jährlich ambulant und stationär über 1500 Rückenpatienten die Diagnostik und Therapie aus einer Hand. „Bei all unseren Rückenpatienten führen wir die notwendige Stufendiagnostik eigenhändig durch und lassen dies nicht – wie in anderen Häusern üblich – durch einen hausfremden Kollegen vornehmen. Hierdurch erhalten wir einen unverfälschten Blick auf das Krankheitsbild und können somit gemeinsam mit unseren Patienten ein individuell auf sie zugeschnittenes Therapiekonzept entwickeln. Darüber hinaus bleibt unseren Patienten der mühselige Gang von Facharzt zu Facharzt erspart – von der ersten Minute an bis hin zum Abschluss einer Therapie haben sie immer den gleichen Ansprechpartner, der ihre Leidensgeschichte kennt und begleitet“, berichtet Chefarzt Dr. Borgulya.
     
In den Räumlichkeiten des HGH werden Patienten ganzheitlich behandelt. BILD: THOMAS NEU
In den Räumlichkeiten des HGH werden Patienten ganzheitlich behandelt. BILD: THOMAS NEU
In der Behandlung der Patienten bleibt eine Operation stets das letzte Mittel der Wahl. In einigen Fällen kann eine Infiltrationstherapie bereits eine Operation verhindern – oder zumindest zeitlich etwas verzögern. Sollte jedoch die Indikation für eine Operation gestellt werden, bieten die beiden Wirbelsäulenexperten nahezu das gesamte Spektrum der wirbelsäulenchirurgischen Versorgung.

„Wir verfügen heute über ein breites Repertoire an chirurgischen Eingriffsmöglichkeiten, die im Heilig-Geist Hospital Anwendung finden können. Angefangen bei minimal-invasiven und mikrochirurgischen OP-Techniken über die Implantation von Bandscheibenprothesen bis hin zu komplexen Stabilisierungen ist im HGH alles möglich“, erklärt Oberarzt Marc Siddique.

Leiden wie Bandscheibenvorfälle der Hals- und Lendenwirbelsäule, Spinalkanalstenosen, Wirbelkörperfrakturen, Wirbelgleiten, Degeneration der Wirbelsäule, Skoliosen, Folgeerkrankungen nach vorherigen Wirbelsäulen-Operationen, Entzündungen an der Wirbelsäule sowie unklare Wirbelsäulen- oder ISG Syndrome gehören zum Behandlungsspektrum der Abteilung.

Als eines der wenigen Wirbelsäulenzentren in Deutschland beherrschen die Experten des HGH darüber hinaus die ventrale (den Bauch betreffend) Wirbelsäulenchirurgie. Hierbei gelangen die Chirurgen über einen minimal-invasiven Zugangsweg von vorne oder der Seite zur Wirbelsäule. Im Vergleich zur klassischen Methode über einen Zugang durch den Rücken, kann bei der ventralen Operationstechnik die Rückenmuskulatur geschont, eine Narbenbildung vermindert und der Blutverlust auf ein Minimum reduziert werden. So kann die Implantation von Bandscheibenprothesen, eine Versteifung der Wirbelsäule oder ein Revisionseingriff bei Implantatlockerung oder Ausbildung eines Pseudogelenkes besonders schonend durchgeführt werden. Ebenso können sehr aufwendige Operationen zur besseren Verträglichkeit zeitlich aufgeteilt werden. Die enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin ermöglicht hierbei die 24-Stundenintensivmedizinische Betreuung im eigenen Haus bei höchster Patientensicherheit. Einen weiteren Schwerpunkt der Abteilung bildet die möglichst schonende Versorgung instabiler osteoporotischer Frakturen. Anstatt eines klassischen Wirbelkörperersatzes oder langstreckiger Versteifung ist es in manchen Fällen möglich, eine kurzstreckige Kyphoplastie-assistierte Versteifung vorzunehmen. Besonders die Patienten im fortgeschrittenen Alter profitieren von dieser Versorgung, da sie mit einer schnelleren Mobilisation, kürzerer OP-Zeit und geringem Blutverlust verbunden ist. red
 

KONTAKT

Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie
Heilig-Geist Hospital Bensheim
Rodensteinstraße 94
64625 Bensheim
Telefon: 06251 / 1 32 70 05