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Gefahr im Frühling

Spätfröste:Der Winter ist quasi ausgefallen – also zumindest dicker Schneefall und tiefe Minusgrade. Doch die Gefahr ist noch nicht vorbei, daher sollten Hobbygärtner noch nicht alle Pflanzen ins Freie bringen.


20.03.2020

Der Tod kommt nach einem lauen Frühlingstag. Denn wenn wie so oft nachts die Temperaturen auch nach offiziellem Winterende doch noch mal in den Minusbereich abgleiten, schadet das vielen Pflanzen auf Balkon, Terrasse und im Garten. Man spricht hier von Spätfrösten oder auch weniger gängig, dafür aber verständlicher von Frühlingsfrösten. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist das ein Frost, der nach Beginn der Vegetationsperiode auftritt. Und genau das macht ihn so gefährlich: Denn die Pflanzen im Garten treiben nun schon von der Frühlingssonne angeregt aus, manches blüht sogar schon. Daher können Spätfröste laut DWD insbesondere im Obst-, Gemüse- und Weinbau Schäden verursachen.

Nicht voreilig den Garten bepflanzen

Für Hobbygärtner heißt das: Frostempfindliche Pflanzen, gerade viele Gemüsesorten, werden am besten erst nach der möglichen Spätfrostphase in den Gartenboden gesetzt. Und kälteempfindliche Topfpflanzen, die den Winter im Haus eingelagert waren, werden nur dann schon ins Freie getragen, wenn es warm genug ist. Oder zumindest zeitweise wieder ins Haus geholt oder mit einem Vlies für die frostige Nacht warm eingepackt.
Eisheilige dienen als Orientierungsdatum

Das Ende der Spätfrost-Gefahr in Deutschland markieren traditionell die sogenannten Eisheiligen. Das sind die Gedenktage zu Ehren einiger Heiliger im Mai, nach denen statistisch betrachtet Minusgrade kaum noch vorkommen. In Norddeutschland gelten Mamertus, Pankratius und Servatius (11. bis 13. Mai) als Eisheilige. Im Süden und Südosten des Landes werden neben Pankratius und Servatius auch Bonifatius (14. Mai) und die „Kalte Sofia“ (15. Mai) dazu gezählt. Aber es zeigt sich immer wieder auch: Die Gedenktage sind nur eine grobe Orientierungshilfe. Nicht jedes Jahr bringt noch Spätfröste bis Mitte Mai – in den vergangenen Jahren blieben sie oft ganz aus. Zudem gibt es heute wissenschaftlich ausgeklügelte Wettervorhersagen, auf die sich Gartenbesitzer besser verlassen können.    


Zur Forsythienblüte die Rosen schneiden

Die erste Aufgabe für Gartenbesitzer im Frühjahr steht an: Der Rückschnitt der Rosen. Der ist am besten immer dann fällig, wenn die Forsythien (Bild) blühen. Dazu rät der Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL). Die Forsythien erkennt man gut, wenn man sich umschaut: Die beliebten und häufig in Gärten zu sehenden Sträucher bilden je nach Witterung im Zeitraum von März bis April unzählige strahlend gelbe Blüten. Diese gelben Blüten sind ein Hinweis auf den beginnenden Frühling. Die Forsythie ist eine sogenannte Zeigerpflanze des phänologischen Kalenders. Anders als beim astrologischen und meteorologischen Kalender beginnen und enden seine Phasen nicht an einem bestimmten Datum, sondern werden jedes Jahr bestimmt von tatsächlich herrschenden Klimadaten, der aktuellen Witterung und dem Entwicklungsstand der Pflanzen. Das heißt: Wenn Zeigerpflanzen wie die Forsythie anfangen zu blühen, beginnt eine neue Periode – in dem Fall der sogenannte Erstfrühling.

dpa/BILD: VITALIY HRABAR - STOCK.ADOBE.COM
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