Sonderveröffentlichung
Themenspecial Die Flames

Große Vorfreude und gestiegene Erwartungen

Spielzeit 2019/20: Im dritten Bundesliga-Jahr in Folge sollte Abstiegskampf ein Fremdwort bleiben und ein guter Mittelfeldplatz erreicht werden


Selten einmal war die Vorfreude bei den Flames auf eine Spielzeit in der Frauenhandball-Bundesliga so groß wie die auf die anstehende Saison 2019/20. Zum einen hat der schon sensationell anmutende neunte Platz in der vergangenen Runde die Erwartungshaltung bei der HSG Bensheim/Auerbach weit nach oben geschraubt, zum anderen erhoffen sich die Verantwortlichen einiges von den acht neuen Spielerinnen, die dem sich mitten im personellen Umbruch stehenden Kader überaus gut zu Gesicht stehen.

Dass diese schon bestens integriert sind, haben die respektablen Ergebnisse in den Turnier- und Testspielen während der Saisonvorbereitung ja deutlich aufgezeigt. Man darf sich zu Recht darauf freuen, wie etwa Christin Kühlborn, Ines Ivancok oder Dione Visser einschlagen werden. Das Zusammengehörigkeitsgefühl, Kampfgeist, Einsatzbereitschaft, Handball mit Herz und die spielerische Klasse sind grundlegende Tugenden einer hochmotivierten und ehrgeizigen Bensheimer Mannschaft.

Schließlich wird es das Bestreben sein, die beste Platzierung in der Beletage des deutschen Frauenhandballs zu erzielen. Es ist die dritte Spielzeit in Folge und die vierte insgesamt (zuvor noch 2013/14) in der Bundesliga für die Flames, nachdem die TSV Auerbach bereits von 1975 bis ’88 erstklassig gewesen war und mit dem Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft 1977 ihren bislang größten Erfolg feiern konnte.
 
Torfrau Jessica Kockler ist neue Flames-Mannschaftsführerin.
Torfrau Jessica Kockler ist neue Flames-Mannschaftsführerin.
Seit 1975 ununterbrochen in der Ersten oder Zweiten Liga

Mit 5215:5446 Toren und 277:339 Punkten nimmt die HSG Bensheim/Auerbach weiterhin Platz 17 in der „Ewigen Tabelle“ der Bundesliga ein. Die souveräne Nummer eins ist und bleibt der TSV Bayer 04 Leverkusen mit 23 586:20 231 Toren und 1294:604 Punkten. Die Werkselfen und die Bensheimerinnen stellen übrigens auch die beiden einzigen Frauenhandball-Vereine, die seit 1975 ununterbrochen erst- oder zweitklassig sind.

Der Abstiegskampf sollte für die Flames angesichts der gezielten personellen Mobilmachung kein Thema sein. Dies dürfte auch daran liegen, dass es in dieser Saison nur noch einen direkten Absteiger gibt und sich der Tabellenvorletzte noch über die Relegation gegen den Zweitliga-Vizemeister den Klassenerhalt sichern kann. So erscheint ein Platz im gesicherten Mittelfeld durchaus realistisch zu sein, wenngleich der neue, 15-köpfige Kader der HSG Bensheim/Auerbach schon so etwas wie eine Wundertüte darstellt.

Es gilt für die Bergsträßerinnen alles dafür zu tun, um die so erfolgreiche Saison 2018/19 vielleicht noch zu toppen. Doch da wartet sicherlich ein hartes Stück Arbeit, wenn sie den immer zahlreicher werdenden Anhängern noch mehr Erfolgserlebnisse bescheren wollen. Wie schon 2017/18, so hatten auch in der Spielzeit 2018/19 durchschnittlich deutlich über 1000 Zuschauer die 13 Handball-Events in der Weststadthalle verfolgt.

Und man kann schon jetzt fest davon ausgehen, dass dieser Schnitt noch übertroffen wird, kommt es hier nun neben den „Krachern“ gegen die SG BBM Bietigheim und TuS Metzingen auch noch zu den Derbys gegen die beiden Aufsteiger Kurpfalz Bären Ketsch aus Nordbaden, Auftaktgegner am Samstag, 7. September, 19.30 Uhr, und dem FSV Mainz 05 aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. So werden die Flames auch weiterhin zu den Zuschauer-Zugpferden in der Bundesliga zählen.

Gutes Team hinterm Team

Deren Trainerin Heike Ahlgrimm wird sicherlich die Weichen dafür stellen, dass ihre Schützlinge auch hin und wieder einmal einen Favoriten ärgern können. Mit Co-Trainerin Ilka Fickinger, Torhüterinnen-Trainer Udo Bohneberg, Betreuerin Maria Dick und Teammanager Jochen Krauss kann die 90-fache Nationalspielerin auf ein bewährtes und prächtig miteinander harmonierendes Team zurückgreifen.

Dies wird zudem durch die Geschäftsführer der Auerbacher Handball Sport- und Marketing GmbH, Michael Geil und Jörg Hirte, sowie dem Fan-Club-Vorstand unter Federführung von Jens Herbecke und dem Handball-Förderkeis unterstützt. Und die lautstarke Rückendeckung durch die treuen Fans ist den Flames ebenfalls gewiss.

Zudem braucht sich die HSG Bensheim/Auerbach um die Zukunft nicht bange zu sein. Die Junior-Flames wollen – wie auch in der vergangenen Saison – eine gute Rolle in der Oberliga Hessen spielen – genau wie die weibliche A-Jugend in der ebenfalls am 7. September beginnenden Bundesliga und in der Oberliga Hessen. Für einen hoffnungsvollen und vielverspechenden Unterbau des Bundesliga-Teams ist jedenfalls gesorgt.
 

Die Flames im Überblick


Abgänge:
Melanie Breinich (eigene zweite Mannschaft), Bogna Sobiech (Borussia Dortmund), Martha Logdanidou (Karriereende), Rafika Ettaqi (Ziel unbekannt), Caroline Hettinger (Karriereende), Merel Freriks (Borussia Dortmund), Vildana Halilovic (Karriereende).

Zugänge: Elisa Stuttfeld (TV Nellingen), Christin Kühlborn (SG Kirchhof), Ines Ivancok (SG BBM Bietigheim), Isabelle Hurst (HC Leipzig), Dionne Visser (SG Kirchhof), Sarah Johanna Dekker (HV Westfriesland SEW), Carolline Dias Minto (HBC Saint-Amand Porte du Hainaut).

Kader, Tor: Jessica Kockler, Helen van Beurden. – Feld: Elisa Stuttfeld, Christin Kühlborn, Julia Maidhof, Lisa Friedberger, Ines Ivancok, Sarah van Gulik, Julia Niewiadomska, Carolline Dias Minto, Isabelle Hurst, Dionne Visser, Sanne Haekstra, Sarah Johanna Dekker, Simone Spur Petersen.

Trainerin: Heike Ahlgrimm. – Co-Trainerin: Ilka Fickinger. – Torwart-Trainer: Udo Bohneberg.

Geschäftsführer: Michael Geil und Jörg Hirte.

Fanshop: Darmstädter Str. 166 in Auerbach (Geöffnet: Di. & Fr. 9 – 12 Uhr sowie Mi. & Do. 15 – 17.30 Uhr).

Spielstätte: Weststadthalle Bensheim, Berliner Ring 87 (Fassungsvermögen: 2000 Zuschauer).
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