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Sonderveröffentlichung
Themenspecial Stadtmagazin Bensheim

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Gudrun Frehse ist die neue Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt Bensheim und damit Vorsitzende des Kommunalen Seniorenbeirats.

Gudrun Frehse ist die neue Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt Bensheim. Anfang des Jahres löste sie Dieter Seiche ab. Bild: Thomas Zelinger

11.10.2021
In Bensheim leben laut dem aktuellen Bevölkerungsmonitoring (Stand 2020) 12177 Menschen, die älter als 60 Jahre sind. Das entspricht einem Anteil von 29 Prozent an der Gesamtbevölkerung der Stadt. Nach der Gruppe der Erwerbstätigen bilden die Senioren somit die zweitgrößte Altersgruppe in Bensheim. Die Bedeutung und den Wert dieser Generation für eine Gemeinschaft weiß die Stadt Bensheim aus guten Gründen schon seit langem zu schätzen. Zum einen verfügen die älteren Mitbürger nach einem langen Arbeitsleben über einen reichen Erfahrungsschatz, der in vielen Bereichen der Stadtgesellschaft sehr hilfreich ist. Ingmar Bergmann umschrieb das einmal mit diesen Worten: „Älter werden ist, wie auf einen Berg steigen; je höher man kommt, umso mehr Kräfte sind verbraucht; aber umso weiter sieht man.“ Ein Leitspruch, mit dem sich auch der langjährige Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt Bensheim Dieter Seiche identifizierte und der einen weiteren Aspekt deutlich macht. Es geht um die Wertschätzung der älteren Generation, ihre Bedarfe und Bedürfnisse für eine adäquate Lebensqualität in ihrer Stadt.

Offizielles Gremium für die Seniorenarbeit in Bensheim ist der Kommunale Seniorenbeirat, der sich aus Mitgliedern verschiedener Bensheimer Seniorenorganisationen zusammensetzt. Gegründet wurde das Gremium vor 25 Jahren, sein erster Vorsitzender war Dieter Seiche. Hervorgegangen ist der Beirat aus einer Interessensvertretung der in der Seniorenarbeit tätigen Institutionen, die ihre Arbeit bereits zehn Jahre vorher aufgenommen hatte. Die in diesem Jahr zum 35. Mal veranstalteten Bensheimer Seniorentage sind ein nachhaltiges Ergebnis aus diesen Anfängen.
Nachdem die Bensheimer Senioren- und Sozialarbeit ein Vierteljahrhundert mit Dieter Seiche verbunden war, hat diese Aufgaben seit Anfang des Jahres Gudrun Frehse übernommen. Für die älteren Bensheimer ist sie keineswegs unbekannt, denn sie war über drei Jahrzehnte im örtlichen DRK engagiert und seit 2016 auch Mitglied im Kommunalen Seniorenbeirat. Hier wurde Dieter Seiche auf sie aufmerksam und schlug sie als seine Nachfolgerin vor. Da am 14. Oktober der Kommunale Seniorenbeirat für die nächsten fünf Jahre neu gewählt wird, hat Gudrun Frehse die ehrenamtlichen Mitglieder des Gremiums bereits verabschiedet. Als neue Senioren- und Behindertenbeauftragte ist sie kraft Amtes Vorsitzende des Beirats.

Gudrun Frehse war viele Jahre im DRK engagiert und ist seit 2016 im Kommunalen Seniorenbeirat.

Für Gudrun Frehse hatten die Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie den positiven Effekt, dass sie mehr Zeit hatte, sich in ihr neues Aufgabenfeld einzuarbeiten. Denn noch laufen die meisten Kontakte zu den Dienstzeiten dienstags und donnerstags über das Telefon. Persönliche Gespräche sind nur nach telefonischer Anmeldung und mit Terminvereinbarung möglich. Aktuell drehen sich die meisten telefonischen Anfragen um Behinderten-Ausweise und -Parkausweise. Aber auch, wenn es um das Ausfüllen von entsprechenden Anträgen geht, ist Gudrun Frehse behilflich. Entweder kann sie auf die Nutzung des digitalen Angebotes hinweisen oder sie druckt die Formulare aus und schickt sie zu.
Groß ist das Interesse an der jährlichen Behinderten-Rundfahrt und der Senioren-Schifffahrt, die allerdings in diesem Jahr ebenfalls nicht stattfinden konnten. Die beliebten Seniorentage wurden Anfang Oktober aber angeboten, wenn auch mit abgespecktem Programm. Daran war die Seniorenbeauftragte in diesem Jahr aktiv beteiligt. Zusammen mit Marita Deußer machte sie die Gäste im Kolpinghaus mit „Gehirnjogging im Alter“ vertraut und animierte zum Mitmachen.

Im Seniorenbereich ist Gudrun Frehse vor allem Ansprechpartnerin für die älteren Mitbürger, steht ihnen beratend und unterstützend zu Seite, stellt Informationen zur Verfügung oder leitet an entsprechende Fachstellen weiter. Als Schnittstelle zur Verwaltung bringt sie Vorschläge zur Weiterentwicklung der Seniorenarbeit ein, fördert den Erfahrungsaustausch, unterstützt bei Veranstaltungen und arbeitet mit den politischen Gremien zusammen.

Als Behindertenbeauftragte ist ihre Stellungnahme insbesondere bei baulichen Projekten der Stadt sowie bei anstehenden Hilfsmaßnahmen für Menschen mit Einschränkungen gefragt. Hier hat sich Gudrun Frehse mit dem Besuch einer zweitägigen Fortbildung in Berlin zum Thema Planen und Bauen im öffentlichen Raum zusätzliches Wissen angeeignet. Es sei anstrengend, aber auch hochinteressant gewesen, so Gudrun Frehse.

Sie ist Bindeglied und Vermittlerin zwischen Menschen mit Einschränkungen, Vereinen, Verbänden und Behörden, Ansprechpartnerin für die täglichen Belange der Betroffenen sowie für Vereine und Verbände zur Thematik. Außerdem pflegt sie den Kontakt zu übergeordneten Amtskollegen bei Kreis und Land, und sie überwacht die ordnungsgemäße Durchführung von entsprechenden Beschlüssen der städtischen Gremien, die in ihren Themenbereich fallen. Die Erstellung eines Jahresberichtes gehört ebenso zu ihren Aufgaben. Jeanette Spielmann
       

Kontakt

Die Senioren- und Behindertenbeauftragte Gudrun Frehse hat ihr Büro im 1. OG der Alten Faktorei.

Hier ist sie jeden Dienstag und Donnerstag von 9 bis 11.30 Uhr ansprechbar. Aktuell nur telefonisch unter 06251/550096 oder per Mail: ksb@bensheim.de, persönlicher Kontakt nur nach Anmeldung möglich.
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