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Sonderveröffentlichung
Themenspecial Reine Frauensache(n)

Medizin für Frauen

Forderung: Mehr Frauen und mehr geschlechtsdifferenzierte Daten bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens

Ärztinnen fordern, das Geschlecht bei der medizinischen Behandlung zu berücksichtigen.BILD: CONTRASTWERKSTATT/ADOBE STOCK

21.10.2021
Sowohl bei wissenschaftlichen als auch bei politischen Fragen der Corona-Pandemie wurden Frauen und Genderperspektiven bisher vernachlässigt.“ So lautet das Fazit des 1. Internationalen Ärztinnenkongresseses der Ärztinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, der im Mai diesen Jahres stattfand. „Wir fordern mehr Maßnahmen, um die Frauen betreffenden Defizite auszugleichen“, sagt Dr. Christiane Groß, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V. (DÄB). Der DÄB hat diesen Kongress federführend organisiert. „Insbesondere bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens und bei den Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) muss schnell etwas geschehen, damit Versäumnisse in diesem Bereich nicht negativ auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten durchschlagen“, sagt Groß weiter. Da sich die Digitalisierung zum Teil auch selbstlernend weiterentwickelt und im Gesundheitswesen immer mehr Menschen betrifft, sei die fehlende Genderperspektive besonders schwerwiegend.

Es müsse dringend gegensteuert werden, denn die Corona-Pandemie hat nun den Digitalisierungsprozess beschleunigt. Eine wünschenswerte Entwicklung. Allerdings wurden dabei bereits einige Maßnahmen beschlossen und Algorithmen entworfen, ohne Frauen adäquat einzubeziehen. Das stellte Prof. Sylvia Thun, Direktorin des BIH (Berlin Institut of Health) von der Berliner Charité in ihrem Vortrag heraus. Die Expertin für die Digitalisierung im Gesundheitssektor nannte unter anderem das Beispiel der Impfstoffe: Hier hat Corona über die seltenen Impfstoff-Nebenwirkungen deutlich gemacht, dass geschlechterspezifische Faktoren relevant sein können. Davon abgesehen gibt es Bereiche im Gesundheitswesen, in denen solche Aspekte eine noch viel größere Rolle spielen als bei Impfstoffen. 2020 habe eine Studie erstmals belegt, dass der Gender-BIAS bei Anwendungen Künstlicher Intelligenz in der Gesundheitsversorgung nicht nur hypothetisch ein Problem ist, sondern sich tatsächlich feststellen lässt.

Bei dem Kongress der Ärztinnen wurden auch Lösungen vorgestellt: Darunter mehr Frauen in die Entwicklung einzubeziehen und ebenso mehr Frauen in Positionen zu bringen, die in Digitalisierungsfragen entscheiden. „Eine ausreichende weibliche Perspektive senkt das Risiko, wichtige Genderaspekte zu übersehen“, sagt Groß. Selbstverständlich müssten geschlechterrelevante Daten deutlich mehr als bisher in der Entwicklung einbezogen werden – und es müsse Transparenz darüber herrschen, inwiefern diese Daten auch berücksichtigt sind. „Nur so lassen sich zum Beispiel bei der Zulassung und auch bei der Anwendung von DiGAs sinnvolle Entscheidungen treffen“, sagt Groß. red
   
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