Sonderveröffentlichung
Themenspecial Attraktive Arbeitgeber im Kreis Bergstraße

Nachhaltig und digital gut aufgestellt

Editorial

Michael Roth (l.), Geschäftsführer und Chefredakteur des Bergsträßer Anzeigers, und Andreas Wohlfart, Leiter Mediaverkauf Südhessen. BILD: DIETMAR FUNCK

18.09.2020
Als Arbeitgeber eine Marke werden, lautete das Credo der Beilage „Attraktive Arbeitgeber im Kreis Bergstraße“ im vergangenen Jahr. Das gilt heute unverändert, nur dass der Zusatz „digital“ hinzugefügt werden muss. Denn in Zeiten von Corona müssen sich Unternehmen angesichts der Beschränkungen im ganzen Leben umstellen und ihre Aktivitäten ausweiten. Was früher beim ersten Kennenlernen, im weiteren Bewerbungsgespräch oder im Assessment-Center sozusagen Auge in Auge geschah, funktioniert heute zu immer größeren Teilen auch auf dem digitalen Weg. Viele Firmen müssen sich daher neu aufstellen bei der Rekrutierung von Personal.

Denn die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern im Netz hat ihre eigenen Gesetze. Grundvoraussetzung ist zu allererst eine ansprechende Internetpräsenz für die Rekrutierung, mit einer ordentlichen Homepage, sowie, je nach Branche, zeitgemäße Auftritte bei Facebook, Instagram oder Youtube-Videos etwa für Azubi-Werbung. Was bei Bewerbern, egal ob es um einen Ausbildungsplatz oder einen Führungsposten geht, unverändert zählt, ist Authentizität. Je offener und umfangreicher kommuniziert wird, desto besser sind die Chancen, das Interesse guter Bewerber zu erlangen. Dazu gehört unverändert die klassische Zeitungsannonce und auch hier zusätzlich die digitale Variante. Beides bieten der Bergsträßer Anzeiger und der Südhessen Morgen, die beiden Medien mit der größten Reichweite im Kreis Bergstraße.

Nun halten sich viele Firmen angesichts der Corona-Krise bei Neueinstellungen zurück. Wer mit sinkenden Auftragseingängen und Kurzarbeit zu kämpfen hat, denkt nicht gerade an neue Mitarbeiter. Doch das ist, bei allem Verständnis für schwierige Zeiten, zu kurz gedacht. Schon heute ist beispielsweise absehbar, wann wichtige Mitarbeiter in den Ruhestand gehen, oder welche (auch hier wieder digitalen) Qualifikationen Azubis künftig benötigen. Und es ist gezwungenermaßen genügend Zeit, sich mit solchen Themen zu beschäftigen.

Denn wenn es wirtschaftlich wieder bergauf geht, was spätestens nächstes Jahr der Fall sein dürfte, bleibt dafür möglicherweise keine Zeit mehr. Denn es dauert nicht mehr lange, und die geburtenstarken 1960er Jahrgänge gehen in den Ruhestand. Dann klaffen vielerorts, trotz höherer Produktivität, Lücken in der Belegschaft. Und der berühmte „Kampf um die Besten“ flammt wieder auf. Doch wer sich selbst in Krisenzeiten als attraktiver Arbeitgeber präsentiert, der bleibt bei Bewerbern für wichtige Stellen besser in Erinnerung als Arbeitgeber, die sich wegducken, schweigen und später hektisch frei gewordene Arbeitsplätze schnell besetzen wollen. Das Recruiting muss nicht nur digitaler sondern auch nachhaltiger werden.

Bleibt noch die Frage: was ist oder macht attraktiv? Sind es ein hohes Gehalt und eine Betriebsrente obendrauf? Sind es flexible Arbeitszeiten, individuelle Entfaltungsmöglichkeiten, Zukunftsperspektiven und die berühmte Work-Life-Balance? Oder gar kostenlose öffentliche Verkehrsmittel, Essensgeldzuschüsse und gute Sozialleistungen? Oder ist es gerade bei Jüngeren doch eher die Anzahl der „Likes“ auf Facebook und Instagram oder die Youtube-Videos?

Es gibt zahlreiche Schlüsselkriterien auf die Bewerber und Wechselwillige achten. Und das können Unternehmen für sich nutzen. Der wichtigste Schritt ist aber immer: sich bekannt zu machen und vor allem: zu bleiben. Das funktioniert genauso wie das klassische Marketing für Produkte und Dienstleistungen. Man muss für sich werben. Die Beilage „Attraktive Arbeitgeber im Kreis Bergstraße“ ist eine Plattform dafür, gedruckt und selbstverständlich auch digital. Unternehmen haben die Möglichkeit über Porträts herauszuarbeiten, weshalb sie sich als attraktive Arbeitgeber sehen und warum es sich lohnt, dort einen Arbeitsplatz anzustreben.

Ihnen als Leser und vor allem Personen, die sich beruflich neu orientieren wollen, gibt die Ausgabe einen Überblick über ganz unterschiedliche Arbeitgeber und Arbeitsplätze in der Region.

Viel Freude beim Lesen (klassisch und digital) wünschen

Michael Roth
Geschäftsführer und Chefredakteur Bergsträßer Anzeiger

Andreas Wohlfart
Leiter Mediaverkauf Südhessen, Bergsträßer Anzeiger und Südhessen Morgen