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Sonderveröffentlichung
Themenspecial Die Flames starten in die Saison 2021/22

Übermannschaft Bietigheim

Die Lage der Liga: Flames-Trainer Heike Ahlgrimm rechnet mit Durchmarsch der SG BBM


3.09.2021
An der Spitze der Handball-Bundesliga der Frauen zeichnet sich vor der neuen Saison eine Machtverschiebung ab: Der verlustpunktfreie Vorjahresmeister Borussia Dortmund hat im Sommer einige Schlüsselspielerinnen verloren. Kelly Vollebregt zog es nach Dänemark (Odense Haandbold), Kelly Dulfer und Inger Smits wechselten innerhalb der Liga zur SG BBM Bietigheim.

Dulfer und Smits, 2019 Weltmeister mit dem Team der Niederlande, machen die bereits zuvor stark besetzte Mannschaft des Vize-Meisters und DHB-Pokalsiegers aus Baden-Württemberg zum Topfavoriten auf den Titel. „Dulfer und Smits sind absolute Unterschiedsspielerinnen“, sagt Heike Ahlgrimm. Die FlamesTrainerin hatte im Vorjahr den verlustpunktfreien Triumphzug der Borussia (60:0 Zähler) zur Meisterschaft vorhergesagt. In dieser Saison setzt die 46-Jährige die SG BBM ganz oben auf ihre Liste und erwartet einen Durchmarsch der Crew von Coach Markus Gaugisch. Alle Positionen seien herausragend doppelt besetzt, der Bietigheimer Kader besitze Champion-League-Format.

„Bietigheim geht zu null durch“, ist sie überzeugt, versieht ihre Prognose allerdings mit einer Einschränkung. Die Ansammlung von Hochkarätern in einem Ensemble berge durchaus gewisse Risiken in puncto Teambuilding. Es sei nicht immer einfach, aus vielen guten Einzelspielerinnen ein funktionierendes Ensemble zu bilden. Disharmonien innerhalb der Mannschaft können den sportlichen Entwicklungsprozess hemmen und den Erfolg gefährden.
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Hinter der SG BBM klafft leistungsmäßig eine Lücke, meint die Trainerin der HSG Bensheim/Auerbach. Liga-Position zwei vergibt sie an den BVB Dortmund. Die Borussia versucht den Verlust der Leistungsträgerinnen unter anderem mit den deutschen Nationalspielerinnen Mia Zschoke (Bayer Leverkusen), Amelie Berger (Bietigheim) und Madita Kohorst (TuS Metzingen) aufzufangen. Insgesamt neun Spielerinnen hat der amtierende Meister verpflichtet, Trainer Andre Fuhr (Bild) muss eine neue Mannschaft formen. „Ich denke, das wird Andre gelingen“, so Heike Ahlgrimm.
     
Die TuS Metzingen, angeleitet von der ehemaligen Flames-Spielerin Edina Rott, wird nach Einschätzung von Ahlgrimm Rang drei aus der Abschlusstabelle 2020/21 behaupten können. Den TuSsies um die deutsche Nationalspielerinnen Maren Weigel und Marlene Kalf (geb. Zapf/Bild) werden wie in der vergangenen Runde der Thüringer HC und die HSG Blomberg-Lippe im Nacken sitzen.

Während der starke Vorjahresfünfte Blomberg wenig personelle Wechsel aufweist (zwei Zugänge, zwei Abgänge), hat sich das Personalkarussell beim THC mächtig gedreht: Zehn Zugänge, acht Abgänge. Mit Marketa Jerabkova (Vipers Kristiansand/Norwegen) verließ die beste Bundesliga-Scorerin ’20/21 die Thüringerinnen. Im Aufgebot des THC stehen Handballerinnen aus 14 Nationen. Der erfahrene Coach Herbert Müller muss innerhalb von zwei Jahren den zweiten Umbruch managen. „Eine spannende Aufgabe“, findet Heike Ahlgrimm.
     
Hinter dem genannten Quintett, das die Bundesliga 21/22 international vertritt (Dortmund in der Champions League, die anderen vier Vereine im EHF-Pokal), folgt das Mittelfeld der Liga mit sechs Clubs: Sport-Union Neckarsulm, VfL Oldenburg, TSV Bayer Leverkusen, HSG Bensheim/Auerbach, Buxtehuder SV und Aufsteiger BSV Sachsen Zwickau. „Das wird ganz eng zwischen diesen Mannschaften“, blickt Heike Ahlgrimm auf diesen Block.

Für die Flames soll nach den Positionen acht (2020) und neun (2019 und 2021) in den drei zurückliegenden Spielzeiten erneut ein einstelliger Platz im Ranking herausspringen, formuliert Ahlgrimm die Zielsetzung.

Die Neckarsulmer SportUnion erreichte im Vorjahr mit Rang sechs ihre beste Platzierung in der 1. Liga und überraschte damit ebenso wie der VfL Oldenburg als Siebter. Neckarsulm verzeichnet mit Nationalspielerin Johanna Stockschläder vom Meister aus Dortmund einen prominenten Neuzugang für den Posten auf Linksaußen. Auf Ex-Flames-Spielerin Carmen Moser (Kreuzbandriss) muss NSU-Trainerin Tanja Logvin noch einige Zeit verzichten. „Das tut Neckarsulm weh, Carmen ist aus dem Rückraum immer für sechs, sieben Tore gut“, so Heike Ahlgrimm. Oldenburg hat mit Jenny Behrend (SG BBM Bietigheim) eine DHB-Auswahlspielerin verloren. Mit Maike Schirmer (Toulon St. Cyr/Frankreich) und Isabelle Jongenelen (HSG Blomberg-Lippe) hat der VfL zwei liga-erprobte Akteurinnen mit Oldenburger Vergangenheit zurück in den Norden gelotst. „Die Entwicklung von Oldenburg wird interessant.“

Leverkusen, betreut vom Ex-Flames Co-Trainer Martin Schwarzwald (Bild), Buxtehude und Bad Wildungen blieben im Vorjahr etwas hinter den Erwartungen. Bei Bayer und Bad Wildungen müssen mehrere Neuzugänge integriert werden, bei Buxtehude gab es nur punktuelle Veränderungen. Im Konzert dieser etablierten Bundesligisten dürfte Zwickau mitschwimmen, vermutet die Flames-Trainerin. Der Neuling aus Sachsen verfügt über eine eingespielte Truppe mit einigen erstliga-erfahrenen Handballerinnen. „Zwickau traue ich eine gute Rolle zu.“

Nachdem die Meisterschaft in der Vorsaison corona-bedingt mit 16 Mannschaften absolviert wurde, umfasst das Feld in der Spielzeit ’21/22 wieder die Soll-Stärke von 14 Vereinen. Der Tabellenletzte steigt ab, der Vorletzte bestreitet die Relegationsspiele gegen den Zweiten aus Liga zwei.

Erste Abstiegskandidaten sind für Ahlgrimm der SV Halle-Neustadt mit den beiden Ex-Flames Julia Niewiadomska und Simone Spur Petersen sowie HL Buchholz-Rosengarten. „Beide Mannschaften werden es schwer haben.“ Allerdings rechnet Heike Ahlgrimm angesichts der Leistungsdichte in der Liga mit geringen Abständen zwischen den Tabellenregionen. Punktelieferanten wie die Absteiger FSV Mainz 05 und die Kurpfalz Bären aus Ketsch, die aus 30 Partien nur zwei Siege einfuhren, schlagen diesmal nicht in der Beletage auf. Auf den Trainer bänken der Liga hat sich wenig getan. Nur Katrin Welter (geb. Schneider) bei Halle-Neustadt ist neu im Amt. Die frühere Spielerin und Trainerin in Ketsch war seit April als Co-Trainerin für den SV Union tätig. Dienstältester Coach in der 1. Liga ist Dirk Leun, der seit 2008 in Buxtehude wirkt. Herbert Müller trägt seit 2010 die Verantwortung beim Thüringer HC. Die Nummer drei und vier in dieser Rangliste sind Tessa Bremmer (seit 2014, Bad Wildungen) und Heike Ahlgrimm, die seit 2016 Trainerin der Flames ist. eh: DPA

Die Spielorte in der Handball-Bundesliga der Frauen

grafiKS Kai Segelken
grafiKS Kai Segelken
Der weiteste Weg führt bis vor die Tore von Hamburg, zur Neckarsulmer Sportunion sind es nur 100 Kilometer

Entfernung von Bensheim

Neckarsulmer Sportunion 100 km
SG BBM Bietigheim 150 km
TuS Metzingen 200 km
HSG Bad Wildungen 200 km
TSV Bayer 04 Leverkusen 230 km
BVB Dortmund 260 km
Thüringer HC 270 km
HSG Blomberg-Lippe 340 km
BSV Sachsen Zwickau 420 km
SV Union Halle-Neustadt 460 km
VfL Oldenburg 480 km
Buchholz 08-Rosengarten 540 km
Buxtehuder SV 550 km
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