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Sonderveröffentlichung
Themenspecial Stadtmagazin Bensheim

Von Kindesbeinen an Musikbegeistert

Schon als kleines Mädchen hat Kornelia Ochs verschiedene Instrumente gelernt. Der Musik ist die Vorsitzende des Musikvereins Auerbach seither treu geblieben.

Kornelia Ochs leitet seit fünf Jahren den Musikverein Auerbach als Abteilung der TSV Auerbach. Bilder: Thomas Neu

11.10.2021
Zur Musik sei sie eher zufällig und sehr früh gekommen, beichtet Kornelia Ochs, Mitbegründerin des inzwischen aufgelösten Katholischen Musikvereins Auerbach und heutige Leiterin der Abteilung Musik in der TSV. Weil sie sich strikt geweigert habe, in den Kindergarten zu gehen, steckten sie ihre Eltern stattdessen in die Jugendmusikschule Frankfurt. Dort lernte Kornelia Blockflöte, Gitarre, Klarinette und Klavier („mochte ich nicht wirklich“). Geboren wurde die Mutter von vier erwachsenen Kindern in Roßlau/Elbe bei Dessau, von wo sie mit ihren Eltern zunächst nach Darmstadt flüchtete. Aufgewachsen ist sie in Frankfurt und hat dort auch Meteorologie studiert. Mit ihrem Ehemann Winfried zog Kornelia Ochs an die Bergstraße und wohnt mittlerweile seit 21 Jahren in Auerbach.

Vor 15 Jahren gründete sie auf Anraten von Pfarrer Eduard-Franz Schließmann den Katholischen Musikverein Auerbach. Von der ersten Stunde mit dabei waren ihr Ehemann (Trompete), die älteste Tochter Miriam (Altsaxofon), die Jüngste Michelle (Bratsche/Querflöte, heute Altsaxofon) und die Söhne Manuel (Schlagzeug) und Mathieu (Geige). Wie ihre musikbegeisterten Eltern spielt das Quartett mehrere Instrumente.
Das Orchester bestand anfangs aus zwölf Personen, Familienmitglieder und Freunde unserer Kinder“, erzählt Ochs. Die Mitgliederzahlen schnellten allerdings in die Höhe, erste Auftritte während der Gottesdienste und in der Öffentlichkeit folgten. Das Repertoire umfasste sowohl geistliche Musik als auch Pop, Rock, Jazz und klassische Bearbeitungen. Kornelia Ochs war gleichzeitig Vereinsvorsitzende und Orchesterleiterin. Eine entsprechende Ausbildung hatte sie zwischenzeitlich abgeschlossen.

2016 wurde der Verein aufgelöst, da es nicht möglich war, alle Vorstandsämter zu besetzen, und die finanzielle Lage immer prekärer wurde: „Noten sind teuer, Bistum und Kirche haben ihre Unterstützung von Musikgruppen eingestellt.“ Es sei „ein Glücksfall“ gewesen, so Kornelia Ochs, dass sich Horst Knop meldete und die Musikerinnen und Musiker animierte, als neue Abteilung Musik der TSV Auerbach beizutreten. Mathieu Ochs, ausgebildeter Musiker, übernahm die Leitung des Symphonischen Blasorchesters, seine Mutter Kornelia reihte sich als Posaunistin in die zweite Reihe ein. Nach wie vor arbeitet sie als Musiklehrerin und unterrichtet die Instrumente Block- und Querflöte. Einige ihrer Schüler haben sich mittlerweile dem Hauptorchester (28 Mitglieder) und dem Vororchester (35 Mitglieder) angeschlossen. Die Abteilung Musik in der TSV besteht aus etwa 80 Jugendlichen und Erwachsenen.

Erfreulicherweise habe die coronabedingte, eineinhalbjährige Zwangspause dem Orchester nicht geschadet. Statt Abgänge sind zehn neue Mitglieder dazu gekommen. Allerdings, erklärt Kornelia Ochs, „sind wir mit unserem Konzertprogramm wegen der ausgefallenen Proben noch nicht auf dem gewohnten Niveau“. Geprobt wird jetzt wieder regelmäßig im TSV-Vereinsheim.

Begeistert berichtet sie von einem generationsübergreifenden Musikprojekt der BASF, „Gemeinsam Neues schaffen“, das die Musikabteilung zusammen mit der Schillerschule erfolgreich abgeschlossen hat. 45 Personen von sechs bis über 70 Jahren, Schüler, Lehrer, Eltern und Orchestermusiker haben daran teilgenommen. Die Instrumente konnten dank großzügiger Rabatte von einem Walldorfer Unternehmen ausgeliehen und den Teilnehmern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Gerlinde Scharf
     

Fragebogen

Kornelia Ochs Bild: Thomas Neu
Kornelia Ochs Bild: Thomas Neu
Was ist für Sie das größte Unglück?
Wenn eines meiner Kinder vor mir sterben würde.

Was ist für Sie das vollkommene Glück?
Wenn ich noch lange gesund bleibe.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Schusseligkeit.

Ihre Lieblingstugend?
Ehrlichkeit.

Was verabscheuen Sie am meisten?
Lügen.

Ihre Lieblingshelden?
Kommissarinnen in Kriminalromanen.

Ihre Lieblingsschauspieler?
Charlie Chaplin.

Ihr Lieblingsschriftsteller?
Charlotte Link und Nina Ohland.

Ihr liebster Romanheld?
Robinson Crusoe und Winnetou.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
„Der Verehrer“ von Charlotte Link.

Ihre Lieblingsmaler?
Dalí und Picasso.

Ihr Lieblingskomponist?
Johann Sebastian Bach.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Lesen und Nähen.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?
Kriminalkommissarin.

Ihr Hauptcharakterzug?
Offenheit.

Ihr größter Fehler?
Schnell beleidigt zu sein.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Absolutes Gehör.

Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?
Zuverlässigkeit und Treue.

Welchen Sport treiben Sie?
Yoga.

Ihre Lieblingsblume?
Orchidee.

Ihr Lieblingsgericht – von wem gekocht?
Pflaumenknödel von meiner Mutter (leider verstorben).

Ihr liebstes Spielzeug als Kind?
Elektrische Eisenbahn.

Worüber haben Sie sich zuletzt besonders geärgert?
Über beratungsresistente und bornierte Menschen.

Und worüber sehr gefreut?
Über die strahlenden Augen meiner Enkel.

Welche berühmte Persönlichkeit würden Sie gerne einmal treffen?
Barack Obama.

Sie dürfen eine Zeitreise antreten – wohin geht’s?
Ins Mittelalter.

Ihr Bensheimer Lieblingsplatz?
Die Mittelbrücke.

Ihr Wunsch für Bensheim?
Dass die Innenstadt wieder richtig belebt wird.

Was würden Sie in Bensheim ändern?
Ich würde den Marktplatz als lebendigen Mittelpunkt für alle Generationen neu gestalten.

Ihr Motto?
Versuch’s mal mit Gemütlichkeit.
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