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Sonderveröffentlichung
Themenspecial Chronik 2021

Wieder Hoffnung für die Liebfrauenschule

Bildung: Neuer Träger für das Mädchengymnasium wohl gefunden

Wer übernimmt die Trägerschaft der Liebfrauenschule? Das Bistum Mainz hat wohl einen neuen Träger gefunden. BILD: THOMAS NEU

24.12.2021
Bensheim. Das Jahr 2021 war für alle Beteiligten eine emotionale Achterbahnfahrt. Anders lassen sich die Debatten, Gespräche und harten Verhandlungen zur Zukunft der Bensheimer Liebfrauenschule kaum zusammenfassen.
Nachdem das Bistum Mainz als Träger des katholischen Mädchengymnasiums mit angeschlossenem Realschulzweig im Herbst 2020 verkündet hatte, auf die Trägerschaft künftig aus finanziellen Gründen verzichten zu wollen, standen Schülerinnen, Eltern und Lehrer vor einer ungewissen Zukunft.

Die Rettung schien im Frühjahr nahe. Die International School on the Rhine (ISR) teilte gemeinsam mit der Kirche bei einer Pressekonferenz mit, dass man die LFS übernehmen wird. Kurz vor den Sommerferien dann die Kehrtwende – ebenfalls spielte Geld die entscheidende Rolle. Kostspielige Verpflichtungen an einem anderen Schulstandort zwangen die ISR zum Rückzug. Die Zukunft der Traditionsschule im Herzen der Stadt stand somit mehr denn je auf der Kippe, was vor allem bei Eltern für viel Verunsicherung sorgt.

Die Projektgruppe zur Zukunftssicherung der Schule, die sich im Wesentlichen aus Vertretern der LFS, der Eltern, des Vereins Freunde der Liebfrauenschule und der Stiftung der Freunde der Schule zusammensetzt, nahm die Herausforderung an und führte erfolgreich Gespräche mit Interessenten.

Im Herbst ließ das Bistum wissen, dass man mit zwei möglichen Kandidaten im Austausch steht. Eingebunden sind der Kreis und der lokale Unterstützerkreis, aus dessen Runde es im November hieß, die Verhandlungen befinden sich in einer entscheidenden Phase. „Unser Ziel war es von Anfang an, die Liebfrauenschule in ihrer christlichen Ausrichtung zu erhalten,“ erklärt Claudia von Falkenhayn, die die Koordinierung der Gruppe übernommen hat. Kurz vor Redaktionsschluss dieser Beilage deutete sich an, dass ein neuer Träger gefunden wurde. dr

SPLITTER

Debatte um Groß-Kita

Fehlheim/Schwanheim. Der Fehlheimer Kindergarten ist marode und zu klein, beim Schwanheimer sieht es nicht besser aus: Für beide Häuser braucht es eine Lösung. Die schien mit einer gemeinsamen Groß-Kita am Ortseingang von Fehlheim im alten Neckarbett gefunden. Allerdings sprechen sich nach wie vor die Beteiligten und Betroffenen vor Ort – von den Ortsbeiräten über die Kirchengemeinden bis hin zu den Eltern und Erzieherinnen – gegen das Projekt aus. Sie plädieren für zwei Kitas wie bisher. In Fehlheim könnte ein Neubau für fünf Gruppen im Neubaugebiet Langgewann entstehen, in Schwanheim entweder am bisherigen Standort oder eventuell am Ortsausgang Richtung Jägersburg. Wobei es dort keine konkreten Planungen gibt. Ohnehin hat sich eine Mehrheit der Stadtverordneten für die Groß-Kita ausgesprochen, ein entsprechender Beschluss liegt vor. Wie es 2022 weitergeht? Bisher offen. dr

Keine Fahrräder im Stadion

Bensheim. Das Fahrradverbot im Weiherhausstadion schlug in diesem Jahr die berüchtigten hohen Wellen. Theoretisch darf man schon seit jeher nicht mit dem Rad auf das weitläufige Gelände. Praktisch wurde die Anordnung aber nie umgesetzt. Nachdem die Eingänge aber wegen der Vandalismusschäden abgesperrt wurden, änderte sich die Sachlage – inklusive Verbotsschilder. Das kam nicht überall in Bensheim gut an – vorsichtig formuliert. Die Vorstände der Vereine, die im Weiherhaus trainieren, forderten jedoch die Verbannung der Zweiräder und begrüßten die Umsetzung. Sie haben die Radler als Gefahrenquelle für eben diese selbst und andere ausgemacht. Kurzum: Es entwickelte sich ein heißes Bensheimer Sommerthema, die Kommunalpolitik mischte sich ein, es gab eine Online-Petition, letztlich mehr Abstellmöglichkeiten vor den Toren des Stadions und am Ende die Entscheidung, dass das Verbot nicht zurückgenommen wird. dr

Anlieger sind wütend

Schönberg. Auf dem ehemaligen Gelände der Christoffel-Blindenmission in Schönberg soll Wohnbebauung entstehen. Bis zu 170 Wohneinheiten sind dort nun möglich, sofern das baurechtliche Verfahren zu einem Ende kommt. Die Anlieger rund um das Gelände in Hanglage waren und sind davon alles andere als begeistert und machten ihrem Ärger bei Ortsterminen deutlich Luft. Sie befürchten nicht nur eine Verschandelung des Landschaftsbildes und die Versiegelung von Naturflächen, sondern auch, dass der Hang ins Rutschen geraten könnte. Den Vorbehalten trat der Investor mit Gutachten entgegen. An den verhärteten Fronten änderte sich nichts. Nun sind Verwaltung und Kommunalpolitik gefordert, einen Weg aus der Misere zu finden. dr

Sporthallenbau in der Kritik

Bensheim. Umstritten ist auch ein weiteres Großprojekt – und zwar am Berliner Ring. Dort sollen in Nachbarschaft der siebenzügigen Groß-Kita zwei Sporthallen auf einem Grundstück entstehen, das bisher als Ackerfläche genutzt wurde. TSV Auerbach und SSG Bensheim haben die Bauherrenschaft übernommen. Der zusätzliche Bedarf an Hallenzeiten ist prinzipiell unstrittig, zumal die Hallen bis in den frühen Nachmittag dem Schulsport zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Vorstände gehen von einer Fertiggestellung frühestens im Jahr 2024 aus. Allerdings macht die Bürgerinitiative „Rettet Bensheim“ gegen das Vorhaben mobil. Die Mitglieder beklagen unter anderem die Flächenversiegelung, die Verkehrsproblematik und die Zerstörung des Naturraums. Außerdem zweifelt die Initiative an, dass tatsächlich ein Bedarf an zusätzlichen Hallenzeit besteht und sieht den Standort auch für den Schulsport als ungeeignet an. Kommunalpolitisch wurde mehrheitlich kurz vor Weihnachten der Vorentwurf des Bebauungsplans auf den Weg gebracht, ebenso wie die Änderung des Flächennutzungsplans. dr
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